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ESSEN KANN THERAPIE SEIN!Ratschläge zur Ernährung
Wir essen
meist im Stress, selten mit Lust, kaum je bewusst. Das Frühstück besteht allzu oft
aus
einer stehend heruntergegossenen Tasse Kaffee, das Mittagessen aus einem Sandwich oder
einem Würstli an der Stehbar um die Ecke. Und während des Nachtessens läuft bereits der
Krimi ... Je einfacher wir dann unsere Mahlzeiten gestalten, desto dankbarer wird unser Magen sein. Beim Essen sollst Du auch guter Stimmung sein. Bei sehr schlechter Laune sollte man lieber auf das Essen verzichten. Schmücke deshalb den Esstisch und serviere die Speisen appetitlich mit viel Phantasie.
geniessenEsswaren sind Genuss-Mittel (Moodfood =
"Stimmungs-Nahrung"), also zum geniessen da.
Nichts im Übermass!Dies ist für uns Überfluss-Gewöhnten sehr wichtig:
vollwertigBevorzuge möglichst vollwertige
Nahrungsmittel, d.h. nicht solche denen irgendwelche Teile entzogen sind (raffinierte) -
also Vollkornmehl anstelle von weissem Mehl (Vollkornbrot, Vollkornteigwaren),
Vollreis oder Naturreis anstelle von poliertem
Reis, frische Speisen anstelle von Konserven,... "Vollwertig" dürfte sich
Gemüse, Obst und Getreide eigentlich nur nennen, wenn es aus biologischem Anbau stammt,
welcher ohne Gifte zum Spritzen und Düngen auskommt. Beginne jede Mahlzeit mit Rohkost (Rohsalate, Obst, Gemüse, ausser Bohnen). "Iss roh - so wirst Du froh! Iss kalt - so wirst Du alt!". Siehe aber auch die Bedenken von zuviel Rohkost bei den Ballaststoffen! Saisongerechte Salate, Gemüse und Obst auftischen: Tomaten, Gurken und Kopfsalat nur kaufen, wenn sie nicht aus beheizten Treibhäusern stammen! Im Winter sollte man z.B. den Kopfsalatkonsum beschränken. Auch Eier sind Saisonartikel. Wenn wir Freilandeiern den Vorzug geben, müssen wir uns darauf einstellen, dass die Hühner im Winter weniger legen.
KohlenhydrateKohlenhydrate (Reis, Brot, Kartoffeln, Pasta) beruhigen und entspannen eher, Fett macht träge und belastet unsere Gefässe. Eiweisse (=Proteine) hingegen bauen körperlich auf und aktivieren. Morgens also eher Proteine und abends eher Kohlenhydrate! Dagegen kann eingewendet werden, dass vor Anstrengungen nichts oder kohlehydratreich gegessen werden sollte (Tiere jagen auch mit leerem Magen, essen danach und ruhen dann.). Was wieder mal zeigt, dass "Regeln" beim Essen mit Vorsicht zu geniessen sind! Lesen Sie auch "Wenig Kohlenhydrate ist besser!" weiter unten! ZuckerZucker hebt das Lebensgefühl -
sofort. Ob man Schokolade, Konfitüre, Eis oder Kuchen isst: der Blutzuckerspiegel steigt
ebenso unmittelbar wie unsere Laune, da die Endorphinproduktion der körpereigenen Opiate
aktiviert wird. Die Lust auf Zucker ist uns im übrigen angeboren: bereits kleine Babies
beginnen zufrieden zu lächeln, träufelt man ihnen das erste Mal Zuckerlösung auf die
Zunge (Muttermilch ist ebenfalls sehr süss) - bei Salzigen und Saurem dagegen verziehen
sie das Gesicht. Bitteres ist in der Natur meist giftig.
Zuckerhaltige Limos (Coca, Red Bull und Konsorte) zeigen noch weitere Tücken: Der Konsum von mindestens zwei zuckerhaltigen Limonaden am Tag erhöht die Wahrscheinlichkeit für Gicht um 85 Prozent! (BMJ, Bd.336, S.309)
Insulin und metabolisches SyndromHyperinsulinismus (metabolisches
Syndrom): Leute, die unter Hyperinsulinismus (zuviel Insulin im Blut) leiden, können Kohlenhydrate
nicht mehr richtig verarbeiten und in Energie umwandeln. Bei ihnen lagert sich -
ganz typisch für diese (vererbte) Stoffwechseldisposition - Fett vor allem in
der Bauch- und Taillengegend ab. Leider besitzen einen Grossteil der
Übergewichtigen diese Störung. Insulin ist ein anaboles Hormon. Im Fettgewebe
bewirkt es eine Hemmung der Lipolyse und eine Steigerung der Lipogenese. Es
bunkert das Fett an Bauch und Hüften. Solange Insulin im Blut schwimmt, können
fettabbauende Enzyme ihre Wirkung nicht entfalten und wir nicht abnehmen. Zudem
führt Insulin an der Muskulatur zur vermehrten Glukoseaufnahme und
Glykogenspeicherung. Ferner nimmt durch die Blutzuckerabnahme die Glukosurie
(Zuckerausscheidung im Urin) ab. Energiereiche Glukose, die vorher mit dem
Harn verlorengegangen ist, bleibt nun im Körper und wird, wenn sie nicht
verbraucht wird, als Fett gespeichert. Kurzum: Traditionelle Mittelmeerkost, die LOGI-Methode und die Vollwert-Ernährung sind typische Beispiele für eine Kost mit niedrigem GI bzw. niedriger GL – ohne dass diese Werte hier explizit dokumentiert werden. Und diese Formen der Ernährung werden auch bereits heute von fast allen Forschern als empfehlenswert gegen das metabolische Syndrom eingestuft.
FettZuerst mal: Es gibt keine einzige Untersuchung, die einen langfristigen gesundheitlichen Nutzen einer fettarmen Diät belegt. Aber:... Fett macht hungrig! Schon länger vermuten Mediziner, dass fettes Essen
süchtig macht. Eine neue Studie aus den USA könnte jetzt erklären,
wieso das so ist: Fett aktiviert das Hungerhormon Ghrelin. Das fanden
die Forscher in einem Versuch mit Mäusen heraus. Die Folge: Statt zu sättigen,
fördert das fette Essen den Appetit und man isst noch mehr (Nature
Medicine). Das Verhältnis ist nun wichtig: Omega-6 zu Omega-3 sollte idealerweise höchstens 5 zu 1 sein (beim Ur-Menschen war es wohl 1:1!), ist aber in unserer Kost typischerweise 10 zu 1 bis 20 zu 1! Dies ist gesundheitlich bedenklich, da die Omega-6 mit der Omega-3 in steter Stoffwechselkonkurrenz steht und dadurch die gute Wirkung der n-3 verhindert (stabilisierender Effekt auf den Herzrhythmus und dadurch eine Verminderung von Infarkt und plötzlichem Herztod - antithrombotisch, d.h. gegen Gerinnsel wirkend - entzündungshemmend). Langer Rede kurzer Sinn: Mehr Fisch (v.a. wilder, freilebender oder direkt
daraus das Fischöl),
mehr Lein-, Oliven- oder Rapsöl und Nüsse und grünes Gemüse - und weniger
Sonnenblumen-, Maiskeim- und Distelöl (siehe auch bei der mediterranen
Ernährung!). Der optimale Fettbedarf ist heute sehr
umstritten. Es ist wie oben beschrieben die Qualität des Fetts, welches
wichtig ist und nicht so sehr die Menge. Es wird sogar auf den Steinzeitmenschen verwiesen,
dessen Verdauung und Stoffwechsel wir immer noch haben - unsere Ernährung
hat sich aber grundlegend verändert: Der Urmensch ass mindestens zwei
Drittel tierische Produkte (v.a. aber Wildtiere und Fisch!). da er zudem
auch viele Pflanzen verzehrte, die n-3 enthalten, liegt das
n-6-n-3-Verhältnis in dieser fettreichen Nahrung bei wesentlich
günstigeren Werten als bei uns. Es fehlen auf dem Speisezettel der
Wildbeuter die in der heutigen Ernährung dominierenden
blutzuckersteigernden Getreideprodukten. Die Superreichen wären: Mayonnaise 80 g (Fettgehalt pro 100 g); Speck, durchwachsen 65 g; Erdnüsse 50 g; Salami 42 g; Pommes Chips 39 g; Milchschokolade 35 g; Schlagrahm 32 g; Leberpain 31 g; Käse (60% F. i.Tr.) 31 g; Blätterteig 28 g; Cervelat 25 g; Schweinefleisch (nicht Freiland) 23 g; Marzipan 18 g.
Aber aufgepasst: kalorien- und fettreduzierte Nahrungsmittel gelten als
„gesund“, so dass man beliebig viel davon essen kann und dann in der
Summe mehr Kalorien und Kohlenhydrate aufnimmt, als wenn man eine normale
Portion eines nicht fettreduzierten Nahrungsmittels genommen hätte. Durch
den Rebound-Effekt kann der Insulinspiegel unter die Norm absinken, was dann
wieder Hunger auslöst. So können besonders Kohlenhydrate mit hohem
GI als „Hungermacher“ agieren.
EiweissEssentielles Eiweiss: Abschied von handgestrickten Ernährungsempfehlungen, z.B. "zum Znüni ein Apfel". Es hat sich gezeigt, dass in der Physiologie das Sättigungsgefühl von der Zufuhr von gewissen Aminosäuren abhängt. Mithin ist es also erforderlich, auch bei Zwischenmahlzeiten die Eiweisse nicht zu vergessen! Der Genuss von tierischem Eiweiss
(=Fleisch, Fisch, Ei) ist aber heute mit vielen Gefahren verbunden (Rinderwahnsinn, Hormone,
Antibiotika, Gifte... ). Deshalb rate ich Dir, nur ein- bis zweimal in der Woche
möglichst Fisch, ev. auch mageres Fleisch (v.a. Weidefleisch, z.B. KAG,
Natura-beef,
fidelio) zu essen, aber keine Würste (ausser zum Geniessen selten
zwischendurch...). Sich vegetarisch zu ernähren ist aus meiner Sicht nicht ideal, aber bei
der heutigen Qualität des Fleisches eine echte Alternative. Nicht pro oder kontra Fleisch steht
eigentlich zur Diskussion, sondern die Forderung nach gesunden Schlachttieren und gesunden
eierlegenden Hühnern. Man muss leider sagen, dass die moderne Tierzucht (sprich: Entzug
der normalen tierischen Verhaltensweisen) derart ist, dass die Tiere (und damit ihr
Fleisch, die Eier) die Bezeichnung "lebendige Kadaver" verdienen
(siehe auch
weiter hinten: "Leben Vegetarier gesünder?" - Punkto
BSE und Creutzfeld-Jakob-Krankheit: Die internationale Koryphäe Michael Koch aus Schweden
zerpflückt auf eindrückliche Weise alle Mythen, falsche Hoffnungen und Verdrängungen um
BSE und die Creutzfeld-Jakob-Krankheit: bse.pdf). Zu beachten ist auch, dass die Proteine eine sehr hohe Thermogenese aufweisen. d.h. es gehen ca. 28% der Gesamtenergie bei der Verdauung als Wärme verloren (bei Fett nur 2 bis 3% und bei Kohlenhydraten 7%). Eine Kalorie ist also nicht eine Kalorie! Man nimmt also durch eine Kalorie Proteine nicht gleich viel zu wie durch eine Kalorie Zucker oder noch weniger als durch eine Kalorie Fett!
VitamineVitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente sind hauptsächlich in Obst. Gemüse, Salaten, Frucht- und Gemüsesäften enthalten. (siehe speziell dazu!)
TrinkenDie Trinkmenge sollte man sich am besten vom Durstgefühl vorschreiben lassen - nicht von Gesundheitsaposteln! Wir brauchen täglich um die 2 Liter Flüssigkeit, am besten in Form von Wasser, Mineralwasser oder Kräutertee. Und auch für diese Empfehlung gibt es bis heute keinen klaren wissenschaftlichen Beleg! Übermässiges Wassertrinken kann sogar zu einem Salzmangel und schliesslich zu Bewusstlosigkeit führen. Und zuwenig kann zur Vermehrung von Harnsäurekristalle aus dem Essen (Fleisch, Fisch...) führen, die dann nach und nach u.a. ins Gleitgewebe der Sehnen und in den Gelenken abgelagert werden. Daraus würde allgemein eine langsame Abnahme der Elastizität des Bindegewebes, eine zunehmende Steifigkeit und erhöhte Verletzungsneigung bis zu entzündeten Gicht-Gelenken resultieren. Der Widerspruch, dass als "Essenssünden" geltende Speisen und Getränke gut tun, wird beim Reizthema Alkohol besonders deutlich: Alkohol ist und bleibt ein Teufelszeug, das Körper und Kopf schwer schädigen kann - wenn man ihn missbraucht. Dass aber mässiger Alkoholkonsum gesundheitsfördernd sein kann - und vor allem Herzerkrankungen wirksam vorbeugt -, steht mittlerweile auch bei kritischster Prüfung ausser Frage. Ähnlich wie Alkohol verhält es sich mit dem Koffein - einem "Nervengift", das Kaffee und Tee weltweit so beliebt gemacht hat - oder Gewürzen wie Chili, Pfeffer und Salz: geniesst man sie in rechten Massen und zum richtigen Zeitpunkt, wirken sie auf Körper (v.a. auch das Hirn und die Nervenzellen) und Geist erwiesenermassen anregend und wohltuend (also nicht mehr als 2-3 Tassen Kaffee täglich).
BallaststoffeBallaststoffe nehmen wir in Gemüse, Salaten, Obst und Vollkorn zu uns. Sie füllen unseren Magen und verleihen ein angenehmes Sättigungsgefühl. Ausserdem sorgen sie für eine gute Verdauung und verhüten auch viele Darmerkrankungen (bis zum Dickdarmkrebs!). Viele Ballaststoffe in der Nahrung senken auch die Blutfette. Aber aufgepasst: Allzu viel ist auch hier ungesund: Ballaststoffe enthalten reichlich pflanzliche Abwehrstoffe. Diese reizen den Darm und können Entzündungen verursachen. Sie stehen in Verdacht, eine Ursache des sogenannten Reizdarms zu sein.
Abnehmen: Lesen Sie meine Extraseite dazu: abnehmen.htm!
VegetarierLeben Vegetarier gesünder? Dieser Frage soll hier auf den Grund gegangen werden, und es wird sich zeigen, dass diese Frage mit gewissen Einschränkungen mit Ja beantwortet werden kann. Vegetarier sind Personen, die auf den Genuss tierischer Nahrungsmittel verzichten. Genaugenommen wird zwischen folgenden Gruppen unterschieden:
Die Motivationen zur vegetarischen Ernährungsweise sind
verschieden: ethische und religiöse Überzeugung mit konsequenter Anwendung des Gebotes
«Du sollst nicht töten» oder aber gesundheitliche und ernährungsphysiologische
Aspekte. Vorteile Wie Untersuchungen zeigen, ist vegetarische Ernährung kalorienärmer, da weniger versteckte Fette gegessen werden. Der Anteil an gesättigten Fetten und Cholesterin wie auch jener von Zucker ist gegenüber den Omnivoren (Allesessern) vermindert. Durch den häufigen Konsum von Obst, Gemüse und Vollkornprodukten ist zudem die Aufnahme an Ballaststoffen erhöht, was ebenfalls zum gesundheitlichen Wert der Nahrung beiträgt. Nachteile Allerdings können nicht alle Formen des Vegetarismus uneingeschränkt empfohlen werden. Je mehr Nahrungsmittel ausgeschlossen werden, desto schwieriger wird es, den Bedarf an lebensnotwendigen Nährstoffen zu decken. Für Kinder und Jugendliche sowie schwangere und stillende Frauen kann es gefährlich werden, wenn sie ihren Bedarf nur mit pflanzlichen Produkten zu decken versuchen. Denn sie benötigen für Wachstum und Milchsynthese vermehrt Proteine, Vitamine und Mineralstoffe. Wie weiter oben im Kapitel "Fett"
geschildert, ist das Verhältnis der Omega-6 zu Omega-3-Fettsäuren (optimal
unter 5 zu 1) auch bei Vegetarier viel zu hoch, falls auch auf Fisch
verzichtet wird. Dies kann gesundheitlich nachteilig sein. Deshalb wäre ein
Lockerung der vegetarischen Ernährung mit wenig Fischverzehr ideal oder
mindestens wenig Milchprodukte und Eier (oder viel der etwas minderwertigeren
pflanzlichen Omega-3-Spender Lein- und Rapsöl und Nüsse (v.a. Baumnüsse).
Die knappe Versorgung mit Vitaminen und Mineralstoffen kann
bei veganischer Ernährung zu Mangelerscheinungen führen. Vitamin B12, Kalzium und Eisen
stehen dabei im Vordergrund. Vitamin B12 ist nur in tierischen Produkten enthalten, kann
aber durch Vitamin B12 angereicherte Sojaprodukte oder Vitaminsäfte sichergestellt werden
(mehr dazu hier!). Der goldene Mittelweg Sehr gute Kenntnisse über den Nährwert der einzelnen
Nahrungsmittel sowie Kreativität im Zusammenstellen der Mahlzeiten sind Voraussetzungen,
damit vegetarische Ernährung sowohl ernährungsphysiologisch als auch kulinarisch ganz
befriedigen kann. Geringeres Körpergewicht, tieferer Blutdruck, bessere Blutwerte u. a.
m. sind sicher Grund genug, sich vermehrt mit dieser Ernährungsform zu befassen.
Und wie mache ich Kindern Gemüse
schmackhaft?
Was bleibt denn nun sehr Wichtiges?!Noch einmal: Die Ernährungsforschung der letzten Jahre bewies aufgrund ihrer konsistent widersprüchlichen Befunde, dass es beim Essen weder strenge Gebote noch Verbote - kein Fleisch!, kein Cholesterin!, kein Salz!, kein Alkohol!, kein Zucker! - geben kann, es sei denn, medizinische Gründe machen Diät-Vorschriften individuell notwendig.
mediterrane ErnährungDie sogenannte "mediterrane" Ernährung kann als Muster einer gesunden Ernährung angesehen werden. Man kann sich dabei auf eine stattliche Anzahl von Beobachtungsstudien und eine darauf basierende Metaanalyse aus Italien stützen (Francesco Sofi et al. BMJ 2008;337:a1344). Diese fand ein signifikant geringeres Risiko für die Gesamt- und für die kardiovaskuläre Mortalität (-9%), eine geringere Häufigkeit von Krebserkrankungen und ein geringeres Risiko an Krebs zu sterben (-6%) sowie eine geringere Inzidenz von M.Parkinson und Alzheimer (-13%). Auch das Risiko, an einer Depression zu erkranken sinkt bei einer mediterranen Diät! In einer grossen Studie von 25'000 griechischen Frauen und Männer zeigte sich, welche Faktoren bei einer gesunden mediterranen Ernährung wichtig sind:
Der Beitrag zur Gesundheit des Verzehrs von viel Getreide und von wenig Milchprodukten war minimal, ein hoher Konsum von Fisch und Meeresfrüchten war eigenartigerweise mit einer nicht signifikanten Steigerung der Mortalitätsrate assoziert. (Anatomy of health effects of Mediterranean diet: Greek EPIC prospective cohort study -Trichopoulou A, Bamia C, Trochopoulos D. BMJ 2009 (July 4); 338: b2337 http://fulltext519.notlong.com/).
Sehr einleuchtend ist der DGE-Ernährungskreis (© Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V., Bonn):
Die Lebensmittel in den Segmenten des Kreises dienen als
Orientierungshilfe.
Brauchbar ist auch eine neue Nahrungsmittelpyramide von Prof. Walter C.Willett von der Harvard-Universität. Er setzt darin rigoros die wissenschaftliche Evidenz um, nach der weder Fette noch Kohlenhydrate pauschal als gut oder schlecht einzustufen sind. In der breiten Basis finden sich ungesättigte Fettsäuren und KH mit einem niedrigen glykämischen Index (GI). Zuoberst stehen KH mit einem hohen GI sowie Nahrungsmittel, die wie Butter v.a. gesättigte Fettsäuren enthalten. Zusätzlich steht prominent im Sockel der Willett-Pyramide, was auch bei mir zentral erwähnt ist: die Aufforderung zu vermehrter körperlicher Aktivität:
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Übrigens: Ein Drittel von dem, was der Mensch isst, braucht er, um sich am Leben zu erhalten. Die anderen zwei Drittel sind dazu da, die Ärzte am Leben zu erhalten.
En Guete!
Copyright© by Dr. med. Thomas Walser, CH-8004 Zürich
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