Homöopathie

 Ist Homöopathie nichts weiteres als ein Placebo?!

Die Homöopathen wehren sich vehement gegen diese These – und übersehen womöglich, dass dieses Urteil eher ein Lob ist als ein Vorwurf. Denn offenbar heilt der Mensch sich vor allem selber, mit seiner eigenen „Lebenskraft“. Warum sollte ein solcher, längst nachgewiesen mächtiger Effekt sich nicht noch steigern lassen mit einer homöopathischen Behandlung? Einer Methode, die noch den schwächsten Hauch eines körperlichen Symptoms zu erspüren sucht, dazu die Seele streichelt und sich so dem Dunkelgeschöpf Mensch auf besonders geschickte Weise nähert?
Die homöopathische Arznei ist ein kommunikativer Prozess, die Homöopathie eine „Beziehungsmedizin“. 

Hilfe zur Selbsthilfe

Wer mit der Homöopathie eine Lösung seiner gesundheitlichen Probleme mittels eines Kügelchens erhofft, befindet sich in der Irre und wird scheitern.

Der homöopathische Prozess sollte immer auch durch Veränderungen im Lebensstil begleitet sein. Lesen Sie dazu meine Seite gesund/.

Stellen Sie sich vor, dass durch diese Therapie die in Ihnen wirkende (eventuell gestörte) Lebenskraft als Heilenergie freigesetzt wird. Sie wirkt primär durch Beeinflussung der mentalen und energetischen Ebene des Menschen. Die Homöopathie ist eine Hilfe zur Selbsthilfe. Sie betrachtet auch z.B. Krankheitssymptome, wie Fieber, Hautausschlag, Durchfall, Entzündung usw. als Ausdrucksformen der Selbstheilung des Organismus, die nicht unterdrückt, sondern vielleicht noch unterstützt werden sollen, um den Heilungsprozess zu beschleunigen. Im Gegensatz oder Ergänzung dazu ist die Allopathie (die sog. Schulmedizin) grundsätzlich eine auf die physische Ebene einwirkende Heilmethode und deshalb z.B. in Notfallsituationen, in denen das Leben durch das Versagen einer einzelnen Lebensfunktion akut bedroht ist, die oft einzig mögliche und souveräne Therapie. (Siehe auch „Indikationen und Grenzen der Homöopathie“ am Schluss).

 Wie erreicht die Homöopathie diese Hilfe zur Selbsthilfe?

Der Begründer der Homöopathie, Samuel HAHNEMANN (1755-1843) stellte die These auf, dass ein Heilmittel, welches „rhythmisch verdünnt“, d.h. „potenziert“ wird und dann in der sog. Arzneimittelprüfung an Gesunden (Der Prüfling nimmt eine Dosis C30 und nach ein paar Tagen nochmals dieselbe Potenz mehrmals innert 1 bis 2 Tagen bis die Symptome erscheinen ein) für dieses Mittel typisches Symptomenbild zeigt; dass nun diejenige Arznei, die die meisten Symptome der Ähnlichkeit (zur Krankheit) zu erzeugen imstande ist (also das Simillium), die ganze gegenwärtige Krankheit schnell, gründlich und dauerhaft aufhebt und in Gesundheit verwandelt – vergleichbar mit einer nachfolgenden stärkeren Krankheit, die eine vorbestehende vollkommen heilen kann (Malaria kann z.B. einen Krebs heilen).

 Was heisst nun potenziert?

C1 heisst z.B., dass der Stoff nach genauen Regeln 1:100 mit Milchzucker verrieben worden ist. Meist wird bis C3 verrieben und dann weiter 1:100 mit medizinischem Alkohol verdünnt und dabei nach gewissen Regeln geschüttelt. (Falls man nun nochmals 1:100 verdünnt, erhält man C4, etc.). Während diesem Vorgang wird eine Energie freigesetzt (=Potenzierung), welche wissenschaftlich nicht messbar ist.

Die Homöopathie erhebt hier Anspruch auf strenge Wissenschaftlichkeit, was ein Widerspruch in sich ist. Ein Befürworter eines ganzheitlich-avantgardistischen Weltbildes sollte wenigstens konsequent sein und an die Stelle des mechanischen Verfahrens der Arzneikraftentwicklung ein metaphysisches setzen!
Also: Ich formuliere vorsichtig: Wenn das Arzneimittel nach homöopathischen Grundsätzen angewandt wurde, lösen diese Energien eine Art „Resonanzschwingung“ in den heilenden Strukturen des Organismus aus – was wohl jedes gut angewendete Placebo auch tut. Bis etwa C4 / C6 oder D8/D12 (D1, heisst 1:10) überwiegen die allopathischen Wirkungen. Dies sind also nur Verdünnungen und keine Potenzen! Bei D23 existiert aus wissenschaftlicher Sicht keine Materie mehr- es werden aber immer mehr der oben beschriebenen Energien frei. Die heilende Wirkung also umso grösser, die Dosis kleiner, die Intervalle länger.

Man sollte hier auch den Vergleich mit der Bewusstwerdung in der Psychoanalyse betrachten (siehe weiter unten).

 Homöopathie und Schulmedizin

Diese und die folgenden Entdeckungen von Hahnemann waren völlig empirisch, d.h. aus reiner Erfahrung gewonnen. Man kann dies alles wissenschaftlich-theoretisch nicht nachvollziehen, weshalb die Homöopathie universitär abgelehnt wird.  „Es braucht viel Grösse und Demut, um die Kleinheit der Insel unseres Wissens im Meer unseres Nichtwissens (oder Noch-Nicht-Wissens) zu erkennen.“ (Jakob Bösch, Alternative Medicine Goes Mainstream. Schweiz Ärztezeitung 2000;81(45):2550-1).
Die Schulmedizin sollte neue Impulse aus diesem Prototyp einer, durch ihre Mobilisation körpereigener Kräfte geprägten Heilslehre schöpfen. Andere, ähnliche Heilsformen sind, so gesehen, auch die Akupunktur und andere ähnliche Therapien, die (richtig angewandte) Pflanzenheilkunde, die Heilung mit Ernährung und Diät und die Psychotherapie. Dinge also, die auch ein rein „schulmedizinisch“ arbeitender Hausarzt bereits schon immer in seiner Heilkunst angewandt hat.
In dieser „ganzheitlichen“ Schau vom Menschen sind auch die Sinnfragen enthalten (welcher Sinn hat die jeweilige Krankheit).
Die Gefahr einer zu einseitigen  „Schulmedizin“ liegt in der Suche, nur Schmerzen oder Funktionseinbussen zu eliminieren, Alterungs- und Abnützungserscheinungen zu bremsen, die Arbeitsfähigkeit zu erhalten, vorzeitigen Tod oder Invalidisierung zu verhüten. Das heisst, im Wesentlichen irgendwelche lästigen oder potentiell gefährlichen Zustände wegzukurieren bis zu einem üblichen Zustand von Indifferenz, in dem unser Organismus so gut funktioniert, dass wir ihn kaum mehr spüren. Da mit fortschreitendem Alter die Störungen aber zahlreicher und länger dauernd werden, uns in unserer Entfaltung mehr und mehr einschränken, schwächen und schliesslich „umbringen“, ist dieses Zerrbild einer Schulmedizin ein langsames Rückzugsgefecht und nicht fähig, unsere Unsterblichkeits- und Allmachtsphantasien zu befriedigen. Die Schulmedizin rechtfertigt sich selber nicht, gibt uns keinen Lebenssinn, keine Erklärung über den Sinn von Leiden, Schmerz und Tod.

Nur soviel zum Begriff  „Wissenschaft“: „Die Wissenschaft verändert sich von Beerdigung zu Beerdigung“ (Max Planck). Oder anders ausgedrückt: Was gestern als „wissenschaftlich“ galt, ist heute schon „mittelalterlich“.
Wenn das Ziel der Schulmedizin Heilung, Rückführung oder Restitutio zum Vorzustand ist, ist das der „komplementären“ (oder „alternativen“) Medizin also Sinnfindung, Heilwerden, Reifung. Und genau deshalb, weil das Behandlungsziel nicht dasselbe ist, sind die beiden Sichtweisen häufig kompatibel, ja eigentlich „komplementär“. Was uns fehlt, ist mehr Verständigung, auf welcher Ebene Not ist, und ob wir bereit sind, die Sinnfrage (zum Beispiel auch vom Schmerz) zu stellen, den Hilfesuchenden auf seinem Weg zu begleiten und in die Eigenverantwortung und Selbständigkeit zu entlassen, ob mit schulmedizinischen oder alternativen Methoden.

Hier noch ein Gedanken zur Intoleranz vieler Homöopathen gegenüber „Andersdenkenden“:
Man sollte einmal studieren, wie intolerant der „grosse Meister“ Hahnemann (Hahn-Mann >> Gockel) gegenüber Nicht-Homöopathen und Nicht-Klassischen-Homöopathen seiner Zeit war. Es wirkt hier eine schlechte Schattenintegration (um in psychoanalytischen Termini zu sprechen). Das Integrieren der Schattenseiten würde auch uns heutigen Homöopathen und Schulmediziner gut ankommen und ist für eine bewusste Beziehungsmedizin unabdingbar.

Über homöopathisches Denken – 7 Denkfehler der Homöopathie

Dieser Text ist eine Art Fortbildung für Kontrahenten: für Homöopathiefans und -gegner in Spectrum.
Nathalie Grams, früher praktizierende Homöopathin, jetzt Homöopathiekritikerin, und Nikil Mukerji tragen 7 Denkfehler zusammen, denen man sehr oft im Zusammenhang mit Homöopathie begegnet. Dabei lernt man nicht nur etwas über die Geschichte der Homöopathie und zur Theorie der Wirkweise homöopathischer Mittel, sondern auch über das Denken und die Kommunikationsstrategien von Homöopathen, die ihre Heilmethode verteidigen.
Zwischendurch gibt es leicht verständliche Infos über klinische Studien und ihre Methoden, über evidenzbasierte Medizin und darüber, warum man die Wirkweise der Homöopathie nicht wissenschaftlich belegen konnte und was Studienergebnisse stattdessen nahelegen.
Bei wem die Struktur des Textes und die Überschrift einen Widerstandsreflex auslösen: lesen lohnt trotzdem. Denn der Text geht respektvoll mit den Argumenten der Homöopathen um und erklärt gut, was die springenden Punkte sind.
Wenn man danach immer noch zur Homöopathie greifen will, so tut man es wahrscheinlich mehr im Bewusstsein dessen, wo ihre Grenzen liegen und versteht die Kritik an ihr um einiges besser.
>>> www.spektrum.de/news/denkfehler-der-homoeopathie/1499429

 Homöopathie und Psychoanalyse

Schaut man genauer hin, finden sich bei beiden Methoden zahlreiche Gemeinsamkeiten: Im Zentrum der Behandlung steht die Patientin oder der Patient und nicht wissenschaftliche Doktrin, rigide Diagnostik und Unterteilung der Krankheiten. Der deutsche Arzt, Psychosomatiker und Psychoanalytiker Alexander Mitscherlich hielt fest: „Der zentralste Gedanke ist, dass es der Tiefenpsychologie nicht so sehr auf die Ähnlichkeit der Krankheitszeichen, auf das Typische eines Krankheitsbildes ankommt, als auf den einzelnen in seiner Krankheit.“, Die Lebensumstände des Kranken werden mitberücksichtigt, seine Ausdrucksmöglichkeiten sind für die Beurteilung von besonderer Wichtigkeit.
Um den Erkrankten mit seinen «auffallenden, ,sonderlichen, ungewöhnlichen und eigenen (charakteristischen) Zeichen und Symptomen» zu erfassen, wie es Samuel Hahnemann formulierte, wird dem Gespräch viel Platz eingeräumt: auch für alogische und ungeordnete, spontane Einfälle. Freud spricht vom „freien Assoziieren“.
Unbestritten ist, dass sich Patientinnen und Patienten dabei viel besser verstanden und angenommen fühlen als in einer kalten und eher technisch ausgerichteten (Schul-)Medizin.
Bereits die homöopathische Bestandesaufnahme respektive das psychoanalytische Erstgespräch können die spätere Genesung in Gang setzen. Auch die Behandlung weist gewisse Parallelen auf: Das „Simile-Prinzip“ (Gleiches mit Gleichem zu behandeln) der Homöopathie findet sich in abgewandelter Form in der Psychotherapie. Die in der Homöopathie durch die Arznei induzierte „Kunstkrankheit“ entspricht der –“Übertragungsneurose“ der Psychoanalyse, also dem Wiederholen der Neurose in der Beziehung zum Therapeuten. In beiden Fällen geht der Heilung eine Rückkehr zu den Quellen der Krankheit mit dem Lösen von Konflikten und (frühen) Verstrickungen voran. Dies kann sich als vorübergehende Verschlechterung der Beschwerden äussern, in der Psychoanalyse wird von Regression gesprochen.
Der deutsche Psychoanalytiker Tilmann Moser („Körpertherapeutische Phantasien“) vergleicht die psychoanalytische Deutung mit der Verabreichung alternativmedizinischer Essenzen. Deutungen könnten magischen Substanzen gleichen, „die hoch über den Köpfen der Patienten oder tief giftig, aufbauend oder gar destruktiv, assimiliert oder in ihrer Wirkung Einlagerungen gleichend, die sich im seelischen Gewebe festsetzen und still vor sich hin eitern können“.
Durch das „Potenzieren“ der Arzneimittel bleibt eine „Information“ über das ähnliche Vergiftungsbild zurück und wird dem Patienten gegeben. Man kann dies mit der Bewusstwerdung (Information) des Klienten über die alten „Vergiftungen“ und Blockaden bei der Psychoanalyse gleichsetzen.
Paradoxerweise ist es gerade die von Patientinnen und Patienten geschätzte Würdigung des Individuellen, des nebenbei und freien Erzählens sowie das Zulassen des Zufälligen und Akausalen, die Homöopathie und Psychoanalyse für den Wissenschaftsbetrieb so ungeeignet erscheinen lassen.

Indikationen und Grenzen der Homöopathie

Sehr wichtig erscheint mir, dass man nun nicht in die Euphorie verfällt, alles und jedes sei mit dem Wundermittel „Homöopathie“ absolut heilbar. Die Homöopathie hat ihre klaren Grenzen! Einer der grössten Nachteile der Homöopathie liegt darin, dass sie letztendlich eine „passive“ Therapieform ist. Der Homöopath muss den Klienten, den Menschen, der vor ihm sitzt möglichst präzis in ein vorgegebenes Schublädchen einfügen. Dazu verneigt sich die Methode noch vor diversen „Dogmen“ des Herrn Hahnemanns. Die Gefahr besteht, dass dabei vor lauter fast zwanghafter Akribie Ressourcen, Lebensstilveränderungen und Perspektiven des „Patienten“ vernachlässigt werden. Er erhält zum Schluss ein paar Kügelchen, schluckt diese und wartet „passiv“ der Veränderungen, die da kommen sollen…
Die homöopathische Mittelfindung und -gabe sollte also immer auch von einer allgemeinen und individuell geführten Bewusstseinsbildung des Gesundheitsverhaltens begleitet sein!

Als sekundäre „Neben“-Therapie ist die Homöopathie immer erlaubt und sehr sinnvoll. Als primäre „Haupt“-Therapie aber kontraindiziert bei allen jenen Verletzungen und Krankheiten, die pharmakologisch nicht beeinflussbar sind und meist chirurgisch angegangen werden müssen, zum Beispiel bei Knochenfrakturen, Hirnblutungen, Magenperforationen, eingeklemmten Hernien usw. und bei jenen Krankheitszuständen, bei denen die eigene Selbstheilungsenergie kaum mehr vorhanden ist und deshalb auch nicht angekitzelt werden kann (Krebs, AIDS, Krankheiten mit zu grossen pathologischen Organveränderungen, starke Infektionen (Lungenentzündung, …), Autoimmunkrankheiten, die organisch zerstörend wirken (z.B. eine gelenkzerstörende Polyarthritis), Vergiftungen,…) oder welche z.B. unbedingt eine Substitutionstherapie erfordern wie zum Beispiel ein Diabetes mellitus, eine Schilddrüsenunterfunktion, etc.. Die „Schulmedizin“ ist in diesen Fällen die Therapiewahl Nummer Eins.

Eine ausschliesslich homöopathische Therapie ist nur bei jenen Kranken sinnvoll und angezeigt:

  • deren Krankheit nicht durch ständig äussere Einflüsse (z.B. chronische Vergiftung bei Genussmittel-, Drogen- und Medikamentenabusus; durch unvermeidbare Exposition gegenüber schädigenden Umwelteinflüssen; durch stete Re-Infektion; durch andauernde Überanstrengung oder Bewegungsarmut usw.) verursacht ist.
  • deren Krankheit nicht durch ständig innere Einflüsse (z.B. durch genetisch bedingte Enzymdefekte, angeborene Anomalien oder durch bestimmte psychosomatische Konflikte, bei denen der Mensch nicht die Kraft hat oder nicht fähig ist, seinen Lebensweg zu finden oder seinem Leben einen Sinn abzugewinnen, und in die Krankheit flieht usw.) bedingt ist. Die Krankheit kann dabei eine wichtige Funktion erhalten (eine Plombe), deren Wegfall sehr schädlich wäre.
    Bei solchen Krankheiten sollten natürlich auch die äusseren oder inneren Krankheitsursachen therapeutisch angegangen werden.
  • deren Krankheit noch heilbar oder deren Zustand zumindest noch besserungsfähig ist, das heisst also bei Kranken, die noch die Fähigkeit und Kraft zu einer Heilung besitzen.
  • deren Krankheit in einem typischen Krankheitsbild mit ausgeprägten und charakteristischen, subjektiven und objektiven Symptomen in Erscheinung tritt (bei Symptomlosigkeit ist eine homöopathische Therapie zum vornherein unmöglich und bei Symptomarmut schwierig!).

„Guru-Medizin“

Noch ein Wort zur Gefahr der „Guru-Mentalität“ gewisser Komplementärtherapeuten – und auch zum „Guru-Charakter“ gewisser Therapieformen.
Homöopathie kann es sein – aber es existieren auch sonst sehr viel „Therapien“ und „Therapeuten“ – eine Methode also, die ein „Guru“ anwendet, das heisst ein Mensch, der was behauptet, das niemand sonst nachweisen oder nachempfinden kann oder mittels Studien reproduzierbar und verifizierbar ist. Man muss es also schlicht und einfach „glauben“. Machtansprüche und Unfehlbarkeit können Triebfedern auf Therapeutenseite sein – Narzistische Störungen sind weitverbreitet.

Damit ist jede Mitarbeit und Mitverantwortung des Klienten ausgeschlossen. Der „Patient“ wird zum passiven Gläubigen, der hinnimmt.

Zum Beispiel wird mit einem (sehr teuren) „Diagnosegerät“  – nach Stellen einer „Glaubensdiagnose“ (zum Beispiel – und sehr häufig: „Weizen- oder Milchallergie“) – mehrere „therapeutische“ Anwendungen dagegen durchgeführt … und zum Schluss sagt der Guru, dass es nun gut und geheilt sei!
Das Vorher und Nachher ist nicht nachempfindbar. Man kann es nur glauben! Und häufig werden auch unspezifische, psychosomatische Allerweltssymptome „therapiert“, die auch prompt und meist vorübergehend auf das Ritual der  „magischen Behandlung“ anspricht. Amen!

Übrigens lernt oft der selbsternannte Guru die Anwendung eines solchen Gerätes in wenigen Stunden…

Bücher

  • Zur Selbsthilfe in akuten Fällen: Werner Stumpf: „Homöopathie“, GU-Ratgeber (auch als Anleitung zu einer homöopathischen Hausapotheke)
  • Für Einsteiger, die Fallbeispiele mögen: Georges Vithoulkas: „Medizin der Zukunft“, Georg Wenderoth Verlag, Kassel
  • Für wahrhaft Lern- und Wissbegierige: Georges Vithoulkas: „Die wissenschaftliche Homöopathie – Theorie und Praxis naturgesetzlichen Heilens“, Verlag Urban + Fischer, ISBN 3-437-57180-X
  • Und natürlich his masters voice: „Organon der Heilkunst“ von Samuel Hahnemann, Haug-Verlag, Heidelberg >>> Gratisdownload hier!