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tiefe Rumpfstabilisatoren zuerst!
Hier will ich häufig angewendete Sportübungen und Sportarten nach den
Gesichtspunkten der Ökonomie der
strukturellen Bewegungslehre betrachten.
Jedes gute Kraft- oder Haltungstraining und jede optimal ausgeübte Sportart
beginnt mit der Aktivierung des sog. lokalen Systems, also der tiefen
Rumpfstabilisatoren (Beckenboden, tiefe Bauch- und Rückenmuskeln). Erst
wenn diese aktiv sind, können die globalen, oberflächlichen Hüllmuskeln
ökonomisch und entspannt arbeiten!
- Fussball
- Gewichtheben
- Golf
- Jogging
- Kniebeuge / Halbe Hocke
- Liegestützen
- Reiten
- Radfahren
- Tennis
- Schwimmen
- Seilspringen
- Skilaufen (Langlauf, Tourenlaufen,
Alpin)
- Sit-ups / Bauchmuskelübungen
Liegestütze
Die Ellbogen sollen seitlich nach aussen gehen und dabei bleibt der Rumpf
zuerst ruhig und die Höhe des
Schultergürtels wird möglichst lange eingehalten. Denken Sie an "auseinander"
und nicht "nach unten". Diese Phase möglichst langsam ausführen.
Es ist die wertvolle exzentrische (negativ dynamische) Kraftphase.
Die Fersen zeigen etwas zu den Seiten, der Kopf sieht frei beweglich nach unten oder
sogar etwas nach vorne (nicht kurz werden im vorderen Brustbereich) und das
Becken (oder die Sitzbeinhöcker) bleibt immer der höchste Punkt des Körpers.
Der Abstand vom Schambein bis zum Brustbein bleibt möglichst lang.
Wieder zurück, beim Nach-Oben-Gehen beginnt die Bewegung in den
Sitzbeinhöcker, die sich zuerst nach oben heben. Diese konzentrische
(positiv dynamische) Kraftphase schnell und kurz machen.
Oben angekommen 2-3 Sekunden innehalten (isometrische Kraftphase).
Sit-ups / Bauchmuskelübung
Das Ziel ist, in der Bauchwand lang zu bleiben und nicht zu verkürzen. Es
darf also kein Hohlkreuz entstehen. Dort soll es eher wie eine Schale
gegen hinten rund werden und eng bleiben. Und das Schambein sollte nie in
Richtung Kinn gezogen werden.
Man legt die Unterschenkel mit 90-Grad-gebeugten Hüft- und Kniegelenken auf
einen Stuhl und hebt den Kopf in einer Linie mit dem Brustbein nur sehr
wenig. Verkürzen Sie dabei nicht die vordere Linie vom Kinn zum Schambein.
Der rechte Ellbogen (bei angewinkelten Armen) geht nur wenig und eher
schnell und kurz (da konzentrische Muskelaktivität) gegen das linke
Knie und umgekehrt.
Dann 2-3 Sekunden Stellung halten (isometrisch) und wieder sehr langsam
zurück in die Liegestellung (exzentrisch).
Kniebeuge (Halbe Hocke: Gewichtheben)
Bei der Kniebeuge ist wichtig, dass nur die Weichteile der Beine
trainiert und das Kniegelenk selber und der ganze Rücken möglichst
geschont werden. Die oberflächlichen Muskeln im ganzen Oberkörper sollten
entspannt bleiben und die Aktivität der tiefen Rumpfstabilisatoren
zunehmen. Dies erreicht man in der sog. "Halben Hocke", der
Haltung, die auch ideal und maximal Rücken entlastend beim Heben von Lasten
ist (physiopraxis 2011; 9(1): 30-33). Deshalb
kann dies auch als beste Haltung für das Gewichtheben angesehen werden.

Stellen Sie dazu die Füsse beckenbreit auseinander und parallel (nicht
zu weit auseinander und auch keine nach auswärts gedrehte Füsse, wie man
häufig auf erläuternden Fotos sieht). Dann gehen Sie zuerst in die Hüften
und noch nicht in die Knie (Man sollte also eher "Hüftbeuge"
sagen!). Dies erreichen Sie am besten und mit grösster Entspannung der
oberflächlichen Muskeln des Oberkörpers, indem man sich das Becken als eine
Schublade vorstellt, die sehr entspannt und leicht horizontal nach hinten
gleitet.
Bauchwand, Gesäss und Hüften sind locker (Die Tiefe, nämlich der
Transversusmuskel, etc. sind dann automatisch sehr aktiv.).
Der Schultergürtel befindet sich immer etwas weiter vorne als die Knie.
Die Hüftgelenke sind also immer etwas mehr gebeugt als die Knie. Dadurch
kommt das Gewicht in den Füssen automatisch mehr auf den Mittel- und
Vorfuss: Die ganze Fuss-Längsfeder wird gespannt. Die Hüftfederung und
diese Fussfeder entlasten die Knie enorm.
Das Brustbein bleibt senkrecht und vorderster Punkt des Körpers. Der
Kopf sitzt wie eine Boje auf der senkrechten Halswirbelsäule und der
Schultergürtel liegt entspannt wie ein leichtes Joch auf dem Rumpf. Der
Oberkörper bleibt so in seiner vorderen Mittellinie sehr lange und die
Wirbelsäule sehr gerade.

Auch bei der Kniebeuge stellt man sich vor, man würde eine Kiste heben,
die vor einem auf dem Boden steht. Man kommt dazu vor allem aus der
Hüftbeugung und weniger aus den Knie mit den Händen bis an den Boden.
Die Retourbewegung nach oben startet dann in den Füssen. Man stösst
dabei vom Boden ab, indem man zuerst die Knie nach hinten bewegt und dann
erst die Hüften nach vorne. Der Oberkörper macht dabei möglichst wenig
Arbeit und bleibt vor allem in der Oberfläche (Bauchwand, Gesäss,
Schultern,...) völlig entspannt.
Seilspringen
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Man springt in einer akzentuierten
Faltbewegung (wie
hier ausführlich beschrieben): Vor allem das Becken, der Po ist
weit hinten damit die Hüftgelenke gut federn können. Der Oberkörper
wird dann aufrecht (Brustbein senkrecht), die Schultern entspannt und
nicht nach oben gezogen. Der Kopf liegt leicht wie eine Boje auf dem
Hals - der Blick locker und nicht fixiert in die Weite zum Horizont.
Man landet nicht auf der Fussspitze, sondern auf dem ganzen Fuss, der
dadurch wie eine Längsfeder gespannt wird und wieder abfedert.
Seilspringen ist eine wunderbare Art, Haltungsverbesserung,
Konditionssteigerung und Aktivierung der tiefen Rumpfstabilisatoren
mit einfachsten Mitteln und auf engstem Raum zu praktizieren! |
Jogging
Jogging, wie auch das ökonomische, natürliche Gehen und Wandern habe
ich sehr ausführlich hier beschrieben >>> www.dr-walser.ch/jogging.htm
Dazu übers Marathonrennen.
Dann über die diversen Lauf-Mythen.
Wie läuft's denn bei Ihnen so?!
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Reiten
Die Fussspitzen zeigen eher etwas gegen das Pferd. Die Sitzbeinhöcker sind
weit hinten, das Brustbein weit oben und vorne (ohne die Schultern
zurückzuziehen): Der Brustraum wird dadurch vorne konvex und lang und die
Halswirbelsäule gerade mit bojenartig balancierendem Kopf. Der
Schultergürtel liegt wie ein leichtes Joch auf dem Rumpf und die Arme
hängen frei in den Schultern.
Der Schenkeldruck kommt aus dem Po. Das Becken wird dadurch hinten weit, die
Sitzbeinhöcker zeigen etwas nach aussen.
Radfahren
Man sitzt in einer Zickzacklinie auf dem Sattel: Die Knie und Füsse eher
leicht nach innen gedreht, Po und Sitzbeinhöcker weit hinten, gebeugt in
den federnden Hüftgelenken, das Brustbein senkrecht oben und vorne (konvexe
Mittellinie), der Kopf und der Schultergürtel locker aufliegend. Die Arme
hängen auch locker in den Schultergelenken und liegen ohne viel Druck auf
dem Lenker. Die Ellbogen sind mehr oder weniger gebeugt und aussen. Dienlich
wären also Sattel und Lenker, die genügend weit voneinander entfernt sind und
ein Sattel, der etwa 5 Grad nach vorne unten zeigt.
Mit dieser Faltbewegung kommt der Schwerpunkt des Oberkörpers schön über
die Füsse, resp. Pedale und die Schwerkraft kann so ideal ausgenützt
werden.
Auch bei dieser Art von Bewegung sollte Ihr Körper möglichst ruhig durch
den Raum schweben, ohne Hin und Her und Auf und Ab.
Tennis
Beim Rückhandschlag stehen Sie "normal" (siehe hier: www.dr-walser.ch/oekonomie_der_bewegung.pdf,
Seite 3) und befinden sich im Falten. Lassen Sie wie immer zuerst den
Bauch los, so dass das Becken nach hinten zu gleiten beginnt. Als
Rechtshänder lassen Sie es dann gezielt über das rechte Bein nach rechts
gleiten. Den Oberkörper lassen Sie mit dem Brustbein voran nach vorne links
fallen; er wird vom Becken in die Drehung mithineingezogen. Das entlastete
linke Bein schwingt mit dem Knie voran nach links vorn, mit dem rechten Fuss
strecken Sie sich jetzt kräftig gegen den Boden und beschleunigen damit den
Körper in Richtung zum Ball.
Üben Sie diese Bewegung zuerst langsam und konzentrieren Sie sich darauf,
dass Ihr Schwerpunkt sich waagrecht bewegt und Ihr Körper länger wird.
Später lassen Sie die Bewegung blitzschnell und automatisch ablaufen.
Die Bewegung des rechten Armes erscheint als Folge der Rumpfbewegung. Er
wird vom Rumpf in die Drehung mitgezogen und schwingt so von selbst passiv
zurück, statt dass Sie den Schläger zurückreissen.
Der Schlag erfolgt, indem Sie sich gegen den Boden strecken. Als erstes
weicht dadurch das Becken erneut etwas zurück. Dann drücken Sie den
rechten Fuss kräftig gegen den Boden, so dass die Sitzbeinhöcker noch
stärker hinten in die "Faszien-Gummibänder" der Pomuskeln hineingedrückt
werden. Gleichzeitig wird der Rumpf als Ganzes nach vorn beschleunigt. Sie
drehen sich dabei leicht nach rechts zum Ball hin, wobei die linke Hüfte
anfänglich zurückbleibt. Dann schwingt der rechte Arm mit dem Schläger
unter dem Oberkörper hindurch nach vorn zum Ball. Die ganze Kraft des
Schlages kommt "aus dem Boden", wenn sich der Körper streckt.
Damit diese wirklich vorn beim Schläger ankommt, muss sich der Körper in
der Zickzacklinie befinden und die Mittellinie des Rumpfes nach vorne konvex
sein.
Beim Aufschlag ergibt sich die seltene Situation, dass sich die
Hüftachse vorn befindet. Der Körper ist als Ganzes nach vorn durchgebogen.
Damit kann eine zusätzliche Beschleunigung erreicht werden. Weil dafür der
Körper möglichst lang sein muss, müssen alle Muskeln der konkaven
Körperrückseite, aber auch die der konvexen Vorderseite völlig entspannt
sein. Dann spüren Sie, wie Sie mit Ihrem Gewicht vorne in die Körperfaszie
hineinlehnen und diese dehnen. Wenn das Schambein tief steht, stehen Sie
richtig.
Ausgelöst wird die Aufschlagbewegung durch die elastische Spannkraft der Faszien
vorn. Diese beschleunigen das Becken nach hinten. Sobald es die Senkrechte
passiert hat, kommt die Schwerkraft hinzu, die das Becken zusätzlich nach
hinten antreibt. Der nach vorne konvexe Rumpf kippt gleichzeitig nach vorn.
Als drittes fügen Sie schliesslich noch die muskuläre Endbeschleunigung
hinzu. Der Rumpf wird wie eine Peitsche von unten nach oben nach vorn
beschleunigt, wobei aber das Becken als sein unteres Ende zurückgeht.
Golf
Prüfen Sie, ob die Zickzacklinie und die Mittellinie des Rumpfes stimmen
(siehe www.dr-walser.ch/oekonomie_der_bewegung.pdf
, Seite 3). Um auszuholen, strecken Sie sich gegen den Boden. dafür
entspannen Sie zuerst alle Muskeln, der Körper setzt sich dadurch
deutlicher auf den Boden, das Becken schwingt etwas zurück.
Die gleichzeitige Drehung nach rechts lösen Sie aus, indem die linke Hüfte
zunächst etwas nach links hinten geht. Die Diagonale von linker Hüfte
über Bauch und Brust zur rechten Schulter verlängert sich, und der Rumpf
hängt etwas stärker nach vorn in die Körperfaszie hinein.
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Die Arme steigen, geführt von den Ellbogen (bildlich wie ein Gewicht, das
am Ellbogen hängt und die Schwingung des Armes auslöst), nach rechts hoch.
Sie sollten spüren, dass diese Bewegung eine Folge der Gegenbewegung der
linken Hüfte und des Beckens ist. Ihr Körper wird lang, Ihre Füsse
bleiben am Boden "kleben", das Schambein hängt tief.
Wenn der Schläger den höchsten Punkt erreicht hat, können Sie Ihren
Körper wie beim Tennisaufschlag (siehe oben) als Ganzes nach vorne
durchbiegen. Entspannen Sie bewusst alle Muskeln des Rückens und der
Vorderseite des Körpers. Das Gewicht des Rumpfes ruht jetzt vorwiegend auf
dem rechten Bein.
Die Schlagbewegung wird passiv von den gedehnten Faszien der
Körpervorderseite ausgelöst. Sie treiben das Becken zurück und kippen
zugleich den Rumpf nach vorn, wobei dessen Mittellinie nach vorne konvex
bleiben muss (Brustbein steht senkrecht vorne oben). Nachdem Sie die
Senkrechte passiert haben, wird die Bewegung von der Schwerkraft
weitergeführt und verstärkt.
Die gleichzeitige Drehung wird wie immer vom Becken ausgelöst. Lassen Sie
die linke Hüfte energisch zurückgehen. Das Becken dreht sich dadurch nach
links, während es zurückschwingt, und die linke Hüfte zieht den
Oberkörper und den Schultergürtel mit in diese Drehung. |
Als letztes kommen Ihre Arme ins Spiel. Halb fallen sie, wenn Sie im ersten
Augenblick die Schultermuskeln entspannen, halb werden sie von der gedehnten
Fasziendiagonale zur linken Hüfte gezogen.
Ganz zum Schluss erst benötigen Sie Ihre Muskeln für die Endbeschleunigung
des Schlägers. Die Beugemuskeln der Schultern erhöhen die Geschwindigkeit
des Schlägers zusätzlich. Oberschenkel- und Beckenmuskeln verstärken
gleichzeitig die Drehung des Beckens.
Wenn Sie den Ball treffen, ist das Becken mit der Hüftachse deutlich
hinten, die Schulterachse ist vorn über dem Ball, die Mittellinie des
Rumpfes ist noch immer nach vorn konvex.
Skilaufen (Skilanglauf, Skitouren, Alpin-Skilauf)
Skilanglauf (klassisch) und Skitouren sind sehr gut dafür geeignet,
Ihren Köper zu dehnen und gerade auszurichten, weil die Füsse durch die
Spur in ihrer parallelen Lage gehalten werden. Unterstützen Sie dies, indem
Sie die Gesässmuskeln und den Beckenboden ganz entspannt lassen. Die
Sitzbeinhöcker stehen dann weit auseinander und hinten, die Knie bewegen
sich über innen nach vorn.
Versuchen Sie, die Hüftachse unverändert im rechten Winkel zur Richtung
der Fortbewegung zu halten. Das Becken soll sich also möglichst wenig hin
und her drehen. Förderlich ist dabei das Gewicht des Skischuhs und der Skis
(vor allem beim Tourenfahren): Das Bein kann damit wie ein Pendel aus den
Hüftgelenken locker und ohne Muskelkraft nach vorne schwingen. Lassen Sie
den Fuss mit dem Ski bei diesem Vorschwingen möglichst am Boden und heben sie ihn
nicht an.
Beim Stockeinsatz achten Sie darauf, dass Ihre Schultern tief und weit
aussen bleiben. Ziehen Sie nicht die Schultern nach vorn, sondern das
Brustbein, das dann den ganzen Rumpf mit sich zieht.
Beim Alpin-Skilauf beachten Sie bei allen Bewegungen die Zickzacklinie und
die nach vorne konvexe Mittellinie des Rumpfes. Lösen Sie jeden Schwung
dadurch aus, dass Sie das Becken über das eine Bein hinaus weit zur Seite
gleiten lassen. Der Oberkörper kippt dann leicht zur entgegengesetzten
Seite, ist aber recht ruhig und das Brustbein schaut immer ins Tal.
Versuchen Sie es mit folgender Vorstellung: Ihr Oberkörper soll sich mit
der Brust immer geradeaus genau in der Falllinie zu Tal bewegen. Mit Ihren
Skiern kurven Sie nach links und nach rechts hinaus um diese gerade Linie
herum. Dafür müssen Sie vor allem das Becken weit zur Seite schwingen
lassen.
Schwimmen
Das übliche Brustschwimmen ist die technisch schwierigste Disziplin. Sie
können kaum schwimmen, ohne das Kreuz und das Genick zu stauchen. Wenn Sie
regelmässig schwimmen, sollten Sie sich unbedingt von einem guten
Schwimmlehrer Crawlen (oder Rückenschwimmen) beibringen lassen.
Schwimmen ist deshalb günstig, weil der Körper nicht von der Schwerkraft
zusammengedrückt wird. Achten Sie darauf, dass Ihr Körper immer möglichst
lang bleibt und dass sich seine Mittellinie möglichst gerade und gestreckt
durchs Wasser bewegt. Als Vorübung ist hier das Abstossen vom einen
Schwimmbadrand und, ohne aktive Bewegung ausgestreckt, möglichst langes Pfeilen durchs
Wasser sehr nützlich.
Beginnen Sie die Crawl-Bewegung mit dem Ellbogen des oberen Armes, der wie
von selbst aus dem Wasser gezogen wird.
Bei der Beinbewegung sollen der
Bauch und die Leisten ganz entspannt und lang bleiben, die Knie sollen nahe
beieinander und leicht einwärts gedreht sein. Wenn Sie den Arm über der
Wasseroberfläche nach vorne bringen und wenn Sie Hand und Unterarm unter
Ihrem Körper hindurch durchs Wasser zurückziehen, sollte die Schulter tief
und aussen bleiben.
Fussball
Wie bei vielen ähnlichen Wettkampfarten sollte sich der Körper
jederzeit in jede beliebige Richtung in Bewegung setzen können. Falten
liefert das dafür nötige "labile Gleichgewicht", wobei Sie fast
ganz gestreckt sein oder sich tief in der Zickzacklinie befinden können.
Sie "opfern" den ersten Bruchteil einer Sekunde, um sich fallen zu
lassen. Sie sinken dabei jedoch kaum, eher geht Ihr Körper in die Länge
wie eine Katze, die sich vor dem Sprung duckt. Das Becken beginnt
zurückzuschwingen, das Brustbein fällt nach vorn, die Beine sind einen
kurzen Augenblick lang völlig schlaff. Die Füsse werden breiter und
flacher gegen den Boden gepresst. Diesen Druck verstärken Sie weiter, so
dass der Rumpf als Reaktion nach vorn losschnellt.

Beim Starten können Sie nur optimal beschleunigen, wenn Sie sich gegen den
Boden strecken. Sobald Sie irgendwo Muskeln kontrahieren, nehmen Sie Gewicht
vom Boden weg, der Krafteinsatz wird ineffektiv. Achten Sie vor allem
darauf, dass der Rumpf und damit der Körperschwerpunkt nicht hochsteigt.
Das würde bedeuten, dass Sie nur Energie verschwenden.
Sie starten nach vorn, indem Sie das Becken zurückweichen und das Brustbein
sofort energisch nach vorn fallen lassen (es bleibt dabei aber senkrecht
stehen). Erst dann drücken Sie den Fuss des Standbeins gegen den Boden,
wodurch der Rumpf waagrecht nach vorn beschleunigt wird.
Rückwärtsstarten beginnt genauso: Sie lassen sich
"auseinanderfallen". Der Schwerpunkt sinkt ganz leicht, das Becken
schiesst zurück. Sie beschleunigen, indem Sie mit dem vorderen Fuss gegen
den Boden drücken. Denken Sie nicht "hoch" und "weg vom
Boden"! Reissen Sie auf keinen Fall den Oberkörper zurück! Lassen Sie
sich einfach von den Sitzbeinhöckern geführt zurückziehen.
Sie stoppen die Bewegung auf ähnliche Weise. Lassen Sie im Vorwärtsrennen
für den Bruchteil einer Sekunde alle Muskeln los, so dass Sie zu fallen
beginnen. Das Knie des vorderen Beines wird vom andrängenden Gewicht des
Körpers massive gebeugt, und die Kniestrecker (vor dem Knie) müssen mit
aller Kraft dagegenhalten, um die Bewegung zu stoppen. Sie verrichten ihre
Arbeit dann am effektivsten, wenn das Becken weit hinten, tief und nach
vorne gekippt bleibt. Dafür müssen die Bauchmuskeln und die Hüftstrecker
(am Po) völlig entspannt bleiben; Sie spüren deutlich die Zickzacklinie
und die nach vorn konvexe Mittellinie des Rumpfes
(siehe www.dr-walser.ch/oekonomie_der_bewegung.pdf
). Stören Sie diesen Mechanismus möglichst nicht durch unnütze
Muskelkontraktionen. Das Bein bremst die Bewegung ab, nicht der Bauch!
Auf die gleiche Weise starten Sie zur Seite und stoppen die Bewegung ab. Sie
lassen den Körper einen Moment fallen und strecken sich dann seitlich gegen
den Boden.
Vergleichen Sie beim Torschuss die "normale Bewegung" (siehe
hier ) mit der üblichen. Wenn Sie normal schiessen, weicht
zuerst das Becken leicht zurück, bevor das Knie unter der Hüfte hindurch
nach vorne schwingt. Der gestreckte Rumpf liegt locker über dem Ball, der
genau dorthin geht, wo Sie ihn haben wollen.
Auch der Torhüter steht bei der Abgabe des Schusses, den er halten will,
"locker gefaltet" in der Zickzacklinie mit konvexer Mittellinie
des Rumpfes da und ist so frei, sich vom Boden aus in jede beliebige
Richtung zu werfen!
Copyright© by Dr. med. Thomas Walser, CH-8004 Zürich
Viele Ideen die ich hier benütze,
sind von meinem Freund und Kollege Hans
Flury (vor allem aus seinem Buch "Die neue Leichtigkeit des
Körpers" - dtv ratgeber - leider vergriffen) und auch von Willi Harder, der viel zu jung gestorben ist -
geniale Köpfe, die das Rolfing wieder viel näher zu den Visionen der Ida Rolf
gebracht haben.
Last updated 19.11.2011
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Die Auskünfte in dieser Homepage erfolgen unverbindlich und ohne rechtliche Konsequenzen zu meinem Nachteil. Eine konkrete Beurteilung ist lediglich in Kenntnis des Einzelbestandes
möglich (siehe auch Disclaimer).
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