Der medizinische Vaterschaftsnachweis wird heute aus wenigen Tropfen Blut oder Speichel von Mutter, Kind und vermutetem Vater gestellt. Mit chemiko-physikalischen Verfahren wird DNA (= Substanz, aus der die Gene aufgebaut sind) aus den weissen Blutkörperchen isoliert und dann miteinander verglichen. Diese Methode, die z.B. am Institut für Rechtsmedizin an der Uni Zürich (Direkt-Telefonnummer 044 635 56 47) durchgeführt wird, führt in über 99.8% zum richtigen Nachweis, was immer rechtsgenügend ist. Mit vergleichbarem Aufwand sind solch genaue Schlussfolgerungen derzeit mit keiner anderen Methode erreichbar.
Es muss zuerst ein Auftragsformular im obigen Institut bestellt und ausgefüllt zurückgesandt werden. Dann wird man persönlich dorthin zur Blutentnahme aufgeboten.
Der Preis beträgt für 2 oder 3 Personen alles inklusive cirka 2500 Franken.
Auch Privatgutachten kosten gleichviel, da man immer die selben Standards (Doppeluntersuchung etc.) anwendet. So werden die Gutachten bei ev. späteren gerichtlichen Auseinandersetzungen immer auch anerkannt und teure Nachuntersuchungen erübrigen sich somit !

Ein DNA-Gutachten ist direkt nach der Entbindung möglich (kann sogar ab der 15. Woche aus dem Fruchtwasser bestimmt werden). Früher machte man Blutgruppengutachten. Babies bilden aber erst Antikörper (auch blutgruppenspezifische) ab 7-8 Monaten, sodass dann erst die Vaterschaftstests möglich waren.  Die DNA-Vergleichsmethode hat dies geändert. Die DNA des Babies wird mit der DNA des oder der zur Auswahl stehenden Väter verglichen. Der/die Männer müssen also auch mit zum Test gehen.

 

 

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Ich möchte an dieser Stelle betonen, dass ich kein "Spezialist" für obiges Thema bin. Es interessiert mich aber im bescheidenen Rahmen meiner hausärztlichen Tätigkeit. Melden Sie sich nicht in der falschen Hoffnung in meiner Sprechstunde an, um Patentrezepte zu erhalten.

 

Last updated 14.06.2011

 

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