Tinnitus ist ein quälendes Tönen im Ohr (=Tinnitus, nach dem lateinischen Wort für "Klingeln").

"Tinnitus" ist ein Symptom, keine Diagnose!

 

Ein kleiner Trost: 60 % aller Leute leiden oder litten an einem Tinnitus!

 

 

Ursache - übersensible Ohren

Die unmittelbare körperliche Ursache von Tinnitus und auch vom Hörsturz (ein Ohr hört plötzlich fast nichts mehr) - das war die bisherige Ansicht, ist eine Durchblutungsstörung im Innenohr, die das Gehör beeinträchtigt. US-Wissenschaftler haben nun nachgewiesen, dass Tinnitus gar nicht im Ohr, sondern im Gehirn entsteht. Eine spezielle Röntgenuntersuchung (PET) machte bei den Betroffenen jene Gehirnregionen sichtbar, wo Nervenzellen das lästige Rauschen produzieren.

 

Uneinig sind sich die Forscher noch, wie und warum es zu der Störung kommt. Als sicher gilt jedoch: Lärm spielt eine wichtige Rolle, so ist Tinnitus bei Männern häufiger als bei Frauen, weil in den Berufen mit hoher Lärmbelastung mehr Männer arbeiten. Und Untersuchungen haben ergeben, dass Tinnitus bei jungen Menschen, die regelmässig sehr laute Musik hören, überdurchschnittlich oft auftritt.

Hinzu kommt das Bombardement an optischen und akustischen Reizen aus der Umgebung, das sich nicht einfach ausknipsen und irgendwann auch nicht mehr verdrängen lässt. Handys (siehe ausführlicher hier!), Verkehrslärm, Leuchtreklamen, dudelnde Lautsprecher und Fernsehmonitore fast überall - mit den Augen kann man auch mal woanders hinsehen, aber die Ohren lassen sich weder wegdrehen noch zuklappen. Sie sind immer aufnahmebereit, und sogar im Schlaf füttern sie das Unterbewusstsein mit immer neuen Eindrücken.
Einige Forscher meinen denn auch, dass Tinnitus vor allem mit der Wahrnehmung und Verarbeitung von Reizen zu tun hat. Ihre Theorie: Die speziellen Filter des Gehirns, die dafür sorgen, dass wir nicht jedes Geräusch, jedes Bild in derselben Intensität wahrnehmen, sind heute oft überfordert. Denn sie müssen viel mehr "vorsortieren", als sie bewältigen können und auch das trägt dazu bei, dass das Innenohr, sozusagen als Warnsignal, die quälenden Töne erzeugt. Tinnitus kann aber auch ein Anzeichen dafür sein, dass jemand seelisch stark unter Druck steht, mit einer belastenden Situation nicht mehr fertig wird. Bei manchen entsteht dann, scheinbar ohne jede Vorwarnung, der quälende Ton im Ohr, oder es kommt zu einem Hörsturz, der im Krankenhaus behandelt werden muss. 
Ähnlich ergeht es den Menschen mit Hyperakusis. Sie reagieren überempfindlich auf normale Umgebungsgeräusche. Ihr Hörsystem dämpft entweder laute Töne nicht genügend, oder es steigert leise Töne, bis sie laut klingen. Neben vielen organischen Ursachen gelten Stress und Depressionen als Auslöser. Da ausserdem deutlich mehr Menschen in Ballungsräumen an Hyperakusis leiden, dürfte auch die akustische Überreizung ein wichtiger Faktor sein. 
Diese manchmal sehr plötzlich erzwungene "Auszeit" (eines Hörsturzes) ist zugleich eine Gelegenheit zum Nachdenken. Zwar lassen sich die Ursachen von Stresskrankheiten wie Tinnitus oder Hyperakusis meist nicht aus der Welt schaffen. Aber oft kann man sich Hilfe holen und auch lernen, so mit einer seelischen Belastung zu leben, dass man weniger darunter leidet.
"Wer nicht fühlen will, muss hören." Michael Tillmann, Psychotherapeut und Buchautor (Ich, das Geräusch. Ein Ratgeber für Tinnitus-Betroffene. Psychosozial, Giessen, 2009, 106 S.), sieht grundsätzlich in den belastenden Geräuschen eine Form von Kommunikation. "Klopfzeichen aus dem Unbewussten", die auf innere Spannungen, auf eingekapselte Konflikte hindeuten. Die Seele melde sich zu Wort. Tillmann plädiert dafür, die Signale nicht zu unterdrücken, sie vielmehr zu entschlüsseln und sich dabei eines professionellen Übersetzers zu bedienen, also einer Psychotherapie.

Tinnitus ist eine Art Phantomerscheinung, analog dem Phantomschmerz bei Amputationen von Armen oder Beinen, eine Art fatale Umorganisation der Hirnrinde.

Auf dem subjektiven Empfindungsniveau nimmet der Tinnituspatient einen "Phantomklang" wahr. Auf dem neurophysilogischen Niveau unterliegt dieser Phantomwahrnehmung ein zentraler, hauptsächlich kortikaler Reorganisationprozess.

Herta Flor, Professorin für Neuropsychologie am Zentralinstitut für Seelische Gesundheit in Mannheim hat Patienten mit Tinnitus darauf untersucht. Analog zum Phantomschmerz im somatosensorischen Kortex hat sie zeigen können, dass es bei den Patienten an dem Ort, an dem die Tinnitusfrequenz repräsentiert ist, zu einer Abweichung von der Karte in bildgebenden Verfahren kommt. Der Ton ist bei Ihnen tatsächlich etwas neben der Karte repräsentiert. Und je grösser diese Abweichung war, desto stärker war der Tinnitus.  In der Hirnrinde liegen die für das Hören der verschiedenen Tonfrequenzen zuständigen Bereiche wie an einer Schnur aufgereiht. Flor beschallte Patienten mit der individuellen Frequenz ihres Tinnitustones sowie drei weiteren Frequenzen. Mit einer Magnetenzephalographie (MEG) entdeckte sie, dass die Schallverarbeitung der Tinnitusfrequenz sich auch in benachbarten Hirnareale ausbreitete, die eigentlich für andere Frequenzen zuständig waren - ein ähnliches Phänomen wie beim Phantomschmerz. Eine Therapie daraus resultiert im Üben, Töne zu hören, die in der Nähe der Tinnitusfrequenz lagen.

Eine neuartige Musiktherapie versucht dies mit der Lieblingsmusik des Patienten, die am Computer angepasst wird, indem genau die Frequenz darin ausgefiltert wird, die der jeweilige Tinnitusfrequenz des Patienten entspricht. Diese Musik wird dann 1 bis 2 Stunden pro Tag angehört. Die Tinnituslautstärke wurde dadurch um 25% reduziert und als weniger lästig empfunden (Okamoto H et al.: Listening to tailor-made notched music reduces tinnitus loudness and tinnitus-related auditory cortex activity. Proc Natl Acad Sci USA. 2010 Jan 19;107(3):1207-10.)

 

Handys lassen die Ohren sausen

Immer mehr Untersuchungen weisen darauf hin, dass Handys einen Tinnitus verursachen können. Das stellen auch Schweizer Ärzte fest.
Ohrensausen und Tinnitus beobachtet man in der Praxis häufig, tauchen dann auf, wenn die Patienten länger mit dem Handy telefonieren.
Nun verdichten auch erste Studien diese These: 2010 kam eine österreichische Studie zum Schluss: Wer länger als zehn Minuten täglich das Handy am Ohr hat, erhöht das Risiko für einen Tinnitus um über 70 Prozent. Und wer sein Handy vier Jahre oder länger nutzt, verdoppelt gar das Risiko, an einem chronischen Ohrensausen zu erkranken. Die Wissenschaftler unter der Leitung von Michael Kundi von der HNO-Abteilung der Universität Wien verglichen die Handy-Gewohnheiten von 100 Tinnitus-Patienten mit denen von 100 Personen ohne Beschwerden. Zwar sind das eher wenige Studienteilnehmer, zudem konnte die Studie keinen Zusammenhang zwischen dem Handy-Ohr und dem Auftreten des Tinnitus nachweisen: Die Patienten hielten das Handy nicht häufiger an jenes Ohr, an dem der Tinnitus auftrat.
Doch bereits ein Jahr vorher hatte eine Untersuchung der Universität Regenburg ähnliche Resultate gebracht. Die Forscher befragten rund 100 Betroffene. Patienten, die empfindlich auf Elektrosmog reagierten, hatten rund dreimal so häufig Tinnitus wie die gesunden 
Studienteilnehme.
Vor sechs Jahren befragten Ärzte im deutschen Bamberg gar 356 Menschen, die in der Nähe einer Mobilfunkantennen lebten. Bei der Gruppe, die einer Strahlung bis zu 0,6 Volt pro Meter ausgesetzt waren, klagten gegen ein Drittel über Ohrgeräusche oder Hörverluste.
Es gibt auch Hinweise, wie die  elektromagnetischen Wellen das Gehirn beeinflussen können. Michael Kundi von der Universität Wien: «Die  Mikrowellen können auf den  Stoffwechsel und andere Zelleigenschaften des Nervengewebes einwirken.» Das hat auch Forschungsprogramm bestätigt, das der Nationalfonds von wenigen Wochen der Öffentlichkeit  präsentiert hat: Handystrahlung hat eine «biologische Wirkung.» Wie sehr die Gesundheit dadurch beeinträchtigt ist, ist allerdings umstritten.
Es empfiehlt sich nur kurze Gespräche am Mobiltelefon zu  führen oder auf das Telefonieren im Festnetz auszuweichen. Ausserdem soll man beim Telefonieren eine Freisprecheinrichtung verwenden. Die Strahlung ist zudem weniger stark, wenn man nur bei gutem Empfang telefoniert. Das heisst: Im Lift, im Auto und im Zug sollte man darauf verzichten. Nehmen Sie auch das Handy erst dann ans Ohr, wenn die Verbindung aufgebaut ist.

 

 

Therapie

  • Rasche Hilfe ist wichtig:  
    Je früher ein akuter Tinnitus behandelt wird, desto grösser sind die Heilungschancen. Die rasche psychologische Beratung und medizinische Behandlung können oft verhindern, dass die Ohrgeräusche chronisch werden. Auch beim Hörsturz, der jährlich rund 3000 Personen in der Schweiz befällt, bringt eine Behandlung innert weniger Stunden nach dem Vorfall die besten Ergebnisse. Deshalb arbeitet die Vereinigung Pro Audito Schweiz an einem Notfalldienst. Er soll in Zusammenarbeit mit medizinischen Telefonberatungszentren Betroffene rasch und unbürokratisch mit Spezialisten in der ganzen Schweiz verbinden. Die Teams aus Ohrenärzten, Psychologen und Hörgeräte-Akustikern sollen Patienten auch allgemeine Informationen über Tinnitus und Hörsturz zur Verfügung stellen. (Internetadressen: www.pro-audito.ch, www.tinnitus-liga.ch)
  • Zur Ruhe kommen: 
    Verschieben Sie für den Rest des Tages, wenn irgend möglich, anstrengende Termine und Verpflichtungen, gehen Sie früh schlafen. Vielleicht hat sich das Ohr dann am nächsten Morgen wieder erholt.
    Spaziergänge in der Natur bessern den Tinnitus: Lernen Sie, die Geräusche der Umwelt wieder aufmerksamer wahrzunehmen, wie zum Beispiel Vogelgezwitscher oder das Rauschen des Windes. Mit der Zeit tritt das Ohrensausen so in den Hintergrund.

Dazu etwas Grundsätzliches: Wir müssen die alltäglichen Rhythmen wieder beachten:
Nur wenn wir im Tages-, Wochen- und Jahresverlauf jene Erholungspausen einhalten, die uns biologisch vorgeschrieben sind, kann unser Organismus seine Funktionen wie beim resetting eines Computers immer wieder synchronisieren und Abweichungen vom Sollzustand (Auch Beeinflussung durch Lärm und Eindrücke... oder Verspannungen, Schmerz, Blutdruckerhöhungen, etc... und bis zu krebsartigem Ausflippen von Organzellen mit Abwehrvorgängen des Immunsystems) ausgleichen. Ignorieren wir diese Bedürfnisse, werden die Abweichungen immer grösser, und damit verliert auch der Organismus immer mehr die Fähigkeit von selbst in seine Ordnung und Ruhe zurückzufinden.
Unsere vorgegebenen biologischen Rhythmen scheinen auch tagsüber 90 Minuten lang zu sein (wie die 90 Minuten Tiefschlafphasen nachts): 70 Minuten Aktivität, dann 20 Minuten Ruhe und Erholung.
Mein Vorschlag: Alle 60 Minuten tagsüber 10 Minuten Rückzug und Pause. So stellen Sie ihren inneren Rhythmus wieder von der Hamsterrad- zurück in die heilsame Ruhe-Frequenz und stärken so immens das Immunsystem.
(Literatur dazu: Verena Steiner, Energiekompetenz, Pendo-Verlag 2005)

KAFFEE-STOP!

Zur Ruhe kommen wir auch, wenn wir sofort allen Kaffee weglassen!
Kaffee regt nicht nur an, er macht auch sensibler für akustische Halluzinationen, was wiederum einen Tinnitus steigern oder erst hervorrufen kann (Lesen Sie darüber auch hier >>>!).

  • Fokus wegnehmen:
    Konzentrieren Sie sich voll auf Ihr Ohrgeräusch - am besten noch in einem stillen Raum. Beschreiben Sie es ganz genau. Und es wird immer deutlicher und lauter werden!
    Dann gehen Sie in die Natur hinaus und hören auf die vielen Umgebungsgeräusche: auf die Vögel, das Rauschen der Blätter, den Wind im Gras, die Geräusche der Menschen, ein Wagen der durchfährt. Stellen Sie sich einen wunderschönen Moment vor, den Sie allein oder mit jemandem in der Natur verbracht haben. Versuchen Sie sich auch an die Geräusche dieses Augenblicks  zu erinnern.
    Sie werden nun bemerken, dass Ihr Tinnitus bereits in weite Ferne gerückt ist - und verglichen mit dem ersten Teil dieser Übung auch nur noch ein Bruchteil so laut ist!
    Genau diese Übung sollten Sie tun, wenn der Tinnitus im Alltag dominant und laut wird. Lenken Sie sich ab. Versuchen Sie den Fokus weg vom Ohrgeräusch hin auf andere Dinge zu lenken.
    Der Tinnitus ist immer so laut und dominant wie viel Gewicht SIE ihm geben!
  • Zum Arzt gehen:
    Als Ursachen kommen auch Mittelohr - (z.B. Ohrschmalzpfropf, Fremdkörper, Trommelfellperforation, Tubenmittelohrentzündung, etc.) oder Innenohrstörungen (z.B. akustisches Trauma (Disco, Walkman, Autobahnfahren mit offenem Verdeck,...), Hörsturz, innenohrtoxische Medikamente, ...), dann z.B. Diabetes, Unterfunktion der Schilddrüse, zu hohen oder zu niedrigen Blutdruck, Anämie, muskuläre Verspannungen im Nacken- oder Kieferbereich, Schleudertrauma der Halswirbelsäule, Stress, Alkoholsucht, etc..
    Primär muss man also die diversen Ursachen abklären, da einige behebbar sind!
    Nach neueren Studien nützen leider die diversen (gefässerweiternden) Therapien bei Tinnitus und auch beim Hörsturz nichts - im Gegenteil, da sie einen ev. ursächlichen niederen Blutdruck (beim Hörsturz sehr häufig) noch verstärken und weil sie arteriovenöse Anastomosen im Hörbereich, in der sog. Stria vasculata, eröffnen können - mit der Folge, dass die eigene Durchblutung unterbrochen wird (Prof.Zenner, Uniklinik Tübingen, April 2000)!
  • Hörsturzbehandlung nicht besser als Placebo!
    Ein Hörsturz ist ein durchaus häufiges Ereignis, pro Jahr sind 5-20 von 100'000 Personen betroffen. Trotzdem gibt es bisher keine evidenzbasierte Behandlung für den plötzlichen Gehörverlust. Es sind zwar positive Effekte für Steroide, Virustatika, Vitamine oder hyperbaren Sauerstoff berichtet worden - allerdings nur aufgrund von Studien mit mangelhafter Qualität, wie eine systematische Übersichtsarbeit und eine Metaanalyse zeigen. Im Placebovergleich erwiesen sich systemische Steroide als nicht wirksam. Auch zusammen mit Virustatika waren sie nicht hilfreicher als alleine. Zwischen Steroiden und den anderen genannten Therapien waren ebenfalls keine Unterschiede feststellbar. Eine gute Nachricht trotzdem: Die Spontanheilungsraten beim Hörsturz liegen nach Literaturangaben zwischen 32 und 70%.(Arch Otolaryngol Head Neck Surg 2007;133:573-81,582-8).
  • Stress abbauen:  
    Entspannungsverfahren (autogenes Training u.a.) helfen, nach anstrengenden Tagen und zwischendurch zur Ruhe zu kommen. Wenn jemand seit langem mit einer seelischen Belastung fertig werden muss oder ein schlimmes Ereignis noch nicht verarbeitet hat, kann eine psychologische Beratung oder eine Psychotherapie sinnvoll sein und gleichzeitig den Heilungsprozess beim Tinnitus unterstützen.

 

so hilft die Medizin

  • Man muss also das Gehirn so umprogrammieren, dass alle Frequenzen wieder an ihrem angestammten Platz verarbeitet werden und dass die Aufmerksamkeit von der Tinnitusfrequenz abgezogen wird. Und genau das schafft eine Musiktherapie. Dort lernen die Patienten, ihr Hören nach aussen zu konzentrieren und es wieder als etwas Positives zu begreifen, das sie kontrollieren können. Das funktioniert auch bei Hyperakusispatienten, deren Gehör auf diese Weise "abgehärtet" wird. Die Musik darf dabei nicht lauter sein als der eigene Tinnituston, damit sich das Gehirn bewusst entscheiden kann, wo es zuhört.
    Eine Weiterentwicklung davon hält die Patienten an, selbst gesanglich und mit Instrumenten zu improvisieren - alles um "ihren" Ton herum. Das gibt ihnen die Kontrolle über das eigene Hören zurück. Wer mit seinem Ton "spielen" kann, erlebt ihn nicht mehr als Bedrohung.
    Links: Deutsches Zentrum für Musiktherapieforschung: www.dzm.fh-heidelberg.de , Brunnen-Klinik in Bad Meinberg: www.brunnen-klinik.de .
    Eine neuartige Musiktherapie versucht den Phantomton "Tinnitus" mit der Lieblingsmusik des Patienten zu reduzieren. Diese Musik wird am Computer so angepasst, indem genau die Frequenz darin ausgefiltert wird, die der jeweilige Tinnitusfrequenz des Patienten entspricht. >>> siehe mehr hier.

    Dies sind Weiterentwicklungen der bisherigen Rauschtherapie:
  • Retrainingstherapie (TRT): Ein kleines Gerät, das im Ohr oder hinter dem Ohr getragen wird, sendet etwa sechs Stunden am Tag ein leises Rauschen aus. So wird das Gehör wieder für die Geräusche von aussen sensibilisiert, die Fixierung auf den Lärm im Ohr lässt nach. Ein dauerhafter Erfolg zeigt sich jedoch erst nach ein bis zwei Jahren. Bei etwa jedem dritten Patienten verschwindet das Ohrgeräusch ganz, jeder zweite kann es nach der Therapie überhören und fühlt sich nicht mehr gestört.
    Eine Einführung in Tinnitus und TRT ist unter http://www.ucl.uk/... (Englisch und Deutsch) zu finden.
    www.tinnitus-retr-hyperakus.de informiert umfassend über die Tinnitus-Retraining-Therapie.
    In der Schweiz ist der "TRT-Guru" Prof. Dr.med. B.Kellerhals in Basel.
  • Ähnlich wirkt der Neurostimulator T30CR, ein streichholzschachtelgrosser Apparat, der in der Brusttasche getragen wird und mittels Kopfhörer vier Töne abgibt, welches ein "gesundes Chaos" erzeugen. Er durchbricht damit den Tinnitus im Hirn durch verwirrende Gegenimpulse, die die Nervenzellen quasi aus dem Takt bringen sollen. Täglich 4 bis 6 Stunden für vorerst 12 Wochen angewendet, soll eine Verminderung der Tinnituslautstärke um durchschnittlich 50% resultieren. Eine Liste der Mediziner, die im Umgang mit dem T30CR geschult wurden, findet sich auf www.anm-medical.com .
  • Die Überdruckbehandlung (hyperbare Sauerstofftherapie) ist ein relativ neues Verfahren das in Kliniken angewendet wird. Nach den Ergebnissen aktueller Studien ist diese Methode aber auch recht enttäuschend und deshalb stark umstritten (nach zehn bis 15 Sitzungen  25% Besserung - was kaum über der Spontanheilung liegt!).
  • Infusionen mit durchblutungsfördernden Medikamenten (Krankenhaus) sind kontraindiziert (siehe ganz oben)!

 

Bücher

"Leben mit Tinnitus." Richard Hallam, Rowohlt
"Die Behandlung von Ohrgeräuschen." Eberhard Biesinger, Trias
"Tinnitus-Hilfe." Bernhard Kellerhals, Regula Zogg, Karger
"Ich, das Geräusch. Ein Ratgeber für Tinnitus-Betroffene.". Michael Tillmann, Psychosozial

 

Links

Infos und Hilfe finden Betroffene auf folgenden Internetseiten:
Infos:
www.tinnitus-liga.ch : Schweizerische Tinnitus-Liga: 033/ 971 55 73
Hintergrund, Infos und Therapieansätze: Was ist die Ursache für  Tinnitus, und was kann man dagegen tun? Die Site bietet gute Infos –  und beruhigt: So sollen 90 Prozent aller Betroffenen «mit dem  Tinnitus gut leben».
Hilfe:
www.ohrensausen.eu/tinnitus/
Ein Portal für Tinnitus, Ohrensausen und Ohrenpfeifen. Davon  Betroffene finden hier Adressen von Therapeuten, Ärzten und Kliniken  in der Schweiz.
Forum:
www.tinnitus.de
Wird der Ton im Ohr mit der Zeit leiser? Welche Erfahrungen machten 
andere punkto Kortison-Therapie? Auf eine Frage erhielt hier jeder 
eine Antwort. Das Forum ist gut besucht.

www.pro-audito.ch 
www.tinitus-liga.de/

www.ohrton.de
www.tinnitus-hilfe.org/
www.moestel.de/_tinn.htm
members.aol.com/chrija/tinlang.htm
weitere Schweizer-Beratung: www.tinnitus-beratung.ch .

 

 

Copyright© by Dr. med. Thomas Walser, CH-8004 Zürich

 

Ich möchte an dieser Stelle betonen, dass ich kein "Spezialist" für obiges Thema bin. Es interessiert mich aber im bescheidenen Rahmen meiner hausärztlichen Tätigkeit. Melden Sie sich nicht in der falschen Hoffnung in meiner Sprechstunde an, um Patentrezepte zu erhalten.

 

Last updated 11.08.2011

 

 

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