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Ursachen bei über 65jährigenBei älteren Menschen über 65jährig hat Schwindel: - in 60 % mehr als eine Ursache. - in 60% eine Ursache in Herz- und Kreislaufkrankheiten. - in 25% die Ursache als Nebenwirkung eines Medikaments. - nur in 15% aus dem Innenohr. - 10% eine psychiatrische Ursache (Ängste, Depression, ...). (Annals
of Family Medicine 8(3):196-205, May/June 2010 © 2010 Annals of Family
Medicine, Inc
Einteilung nach Erscheinung des Schwindels"Schwindel" ist eine unangenehme Verzerrung unserer Raum- und Bewegungswahrnehmung mit Gleichgewichtsstörungen und keine Krankheitseinheit, sondern ein Syndrom unterschiedlichster Ursache. Vereinfachend könnte man 4 grosse Gruppen von "Schwindel" unterscheiden:
Ängste/ DepressionAm häufigsten verkannt wird die Entwicklung eines phobischen Schwankschwindels, d.h. eines Schwindels, der durch Ängste entstehen kann.
gutartiger LageschwindelDie häufigste Schwindelform bei unter 65jährigen ist der sog. "benigne paroxysmale Lagerungsschwindel" (gutartiger anfallsartiger L.S.) mit typischem, durch Kopfseitlagerung auf das betroffene Ohr oder Rückwärtsbewegung des Kopfes auslösbare Drehschwindel, der maximal eine Minute dauert. Die Ursache ist meist ein schwimmendes Steinchen im Innenohr, welches das Gleichgewichtsorgan dort verwirrt und das durch eine Manöver des Arztes wieder an die richtige Stelle zurückgebracht werden kann.
Wie häufig verbirgt sich hinter Schwindel ein Hirnschlag?Dazu gibt es grosse Studien, die Leute mit verschiedenen Schwindelarten (Schwankschwindel, Drehschwindel, Gleichgewichtsstörungen als Hauptsymptom) auf Notfallstaionen genau neurologisch abgeklärt haben - v.a. eben auf ursächlichen Hirnschlag oder TIA (vorübergehende Durchblutungsstörung des Hirns). Nur 3% erfüllten dabei die Diagnose eines Hirnschlags oder einer TIA. Falls der Schwindel als einziges Symptom auftrat, waren es sogar nur noch 0,7% Hirnschlag/TIA. Dabei ist bemerkenswert, dass Notfallpatienten, die ihre Schwindelbeschwerden als "Gleichgewichtsstörung" näher beschreiben konnten, ein fast viermal höheres Risiko eines Hirnschlags aufwiesen als solche, die allein von Schwank- oder Drehschwindel sprachen. Die Ergebnisse dieser Studien bestätigt, dass isolierte Schwindelbeschwerden nicht als Hirnschlagsymptome anzusehen sind. ( Kerber KA, et al.: Stroke Among Patients with Dizziness, Vertigo and Imbalnce in teh Emergency Departement. Stroke 2006)
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