reizblase - überaktive blase

Die überaktive Blase (hyperaktive Blase, irritable Blase, Reizblase; engl.: overactive bladder, OAB) ist eine in der Bevölkerung weit verbreitete funktionelle Störung des Urogenital-System, die bei vielen Betroffenen, insbesondere bei Frauen aller Altersgruppen nicht nur mit erhöhter Miktionsfreqenz, nächtlichem Wasserlassen und Drang- oder Urgeinkontinenz verbunden ist, sondern die dadurch auch die Lebensqualität der Betroffenen erheblich beeinträchtigt, wie wissenschaftliche Untersuchungen gezeigt haben. Zwar gibt es eine Reihe von Medikamenten auf dem Markt, die bei dieser Störung einsetzbar sind, aber viele dieser Medikamente weisen Nebenwirkungen auf, die die Akzeptanz (oder Compliance) bei den PatientInnen verringern. Neuere Produkte am Markt werden häufig von den entsprechenden Firmen hoch gelobt, aber die klinische Realität ihrer Wirksamkeit bleibt demgegenüber oft weit zurück.

 

Die Betroffenen sollen gezielt üben, die Zeit zwischen den Toilettengängen zu verlängern: die Beckenbodenmuskulatur anzuspannen und bewusst zu warten, bis der starke Harndrang vorübergeht (ein Beckenbodentraining kann dabei helfen). Es kann dabei helfen, mit der Hand auf den Damm zu drücken, die Beine zu kreuzen oder sich nach vorne zu beugen, um die Blase zu verlagern.

 

Ein guter  Übersichtsartikel über die Verhaltenstherapie bei der überaktiven Blase und die medikamentöse Co-Therapie finden Sie hier: ueberaktive_blase.pdf

 

 

Copyright© by Dr. med. Thomas Walser, CH-8004 Zürich

 

Ich möchte an dieser Stelle betonen, dass ich kein "Spezialist" für obiges Thema bin. Es interessiert mich aber im bescheidenen Rahmen meiner hausärztlichen Tätigkeit. Melden Sie sich nicht in der falschen Hoffnung in meiner Sprechstunde an, um Patentrezepte zu erhalten.

 

Last updated 16.04.2012

 

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