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Therapie (inkl.Muskelriss)
PECH-Regel begrenzt Akutschaden (engl."RICE": Rest-Ice-Compression-Elevation):Keine weitere Bewegung mehr (Pause) - sofortiges Eisauflegen und anschliessend auf jeden Fall Kompression mit elastischem Druckverband (Compression, um Mehrdurchblutung nach Kälte zu verhindern) und Hochlagern des verletzten Gliedes! Sehr gut (und günstig) ist das sog. "Hot ice": Kurzzugbinde, die im Eiswasser bereitgestellt ist , mit starker Kompression und hochgelagertem Bein anlegen. 30 Minuten so belassen - währenddem immer wieder mal Kühlspray darüber. Dann abnehmen bis Haut wieder rot durchblutet, darauf jedesmal mit halber Zugstärke wieder anlegen: 4-6 mal 30 Min.
Frühes Training verhindert Atrophie:Nach drei bis fünf Tagen sollte es aber mit der Ruihgstellung vorbei sein, da andernfalls eine Atrophie der gesunden Muskelfasern und ein Überwiegen des Bindegewebsanteils im verletzten Muskel droht. Es folgt also langsam ein Aufbautraining nach folgendem Schema:
Grundsätzlich sollte bei allen Übungen nie die Schmerzgrenze überschritten werden. Auch vorsichtige passive und aktive Dehnübungen für den verletzten Muskel, evtl. nach vorheriger Wärme- und/oder Kälteanwendung können empfohlen werden. Vor jedem Training sollte der Patient grundsätzlich leichte Aufwärmübungen machen. Das sportspezifische Training darf bei komplikationslosem Verlauf wieder aufgenommen werden, wenn - der verletzte Muskel sich in gleicher Weise dehnen lässt wie auf der
unverletzten Seite,
5 Tage keine Besserung: Sono oder Kernspinhaben die Symptome sich nach drei bis fünf Tagen noch nicht gebessert, ist das Ausmass der Verletzung möglicherweise doch grösser, als anfangs angenommen. Hier sollte zur Abklärung einer möglichen chirurgischen Indikation ein Ultraschall oder MRT durchgeführt werden. Insgesamt sind operative Eingriffe bei Muskelverletzungen aber nur sehr selten notwendig.
Steroide vermeidenIn der Akutphase kann die kurzfristige Gabe von NSAR (Nicht-Steroidale
Antirheumatika) die entzündliche Zellreaktion mindern und die Heilung
fördern. Ein längerer Gebrauch wirkt sich aber eher hemmend auf die
Regeneration des Muskels aus. Glukokortikoide (Steroide, Kortison) sollten
bei Muskelverletzungen grundsätzlich vermieden werden. Die
Wirksamkeit von hochfrequenten Ultraschallwellen oder von hyperbarem
Sauerstoff wurde noch nie nachgewiesen.
Copyright© by Dr. med. Thomas Walser, CH-8004 Zürich
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