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- Nehmen Sie für Ihren Krankenhausaufenthalt Sachen mit die praktisch, bequem und
individuell sind. Nehmen Sie sich vor, soviel wie möglich spazieren
zugehen.
- Nehmen Sie etwas für das Zimmer mit, damit es persönlicher und anregender wird. Achten
Sie darauf, dass Sie von ihrem Zimmer aus einen Blick auf den Himmel und die Aussenwelt
haben. Lehnen Sie ein Zimmer, dessen Fenster auf eine kahle Mauer führen, ab.
- Stellen Sie Fragen bei Untersuchungen und dergleichen. Bestehen Sie auf Ihren
Bedürfnissen und Rechten, auf allem, was zu Ihrem Wohlbefinden führt, sowohl vor als
auch während der Untersuchungen.
- Machen Sie Ihrem Arzt Ihre speziellen Bedürfnisse und Wünsche klar. Bieten Sie Ihre
Bücher und Tonbänder und die Gelegenheit zu einem Gespräch an.
- Nehmen Sie ein Kassettengerät und Kopfhörer mit sowie Tonbänder zur ev. Meditation
und mit Ihrer Lieblingsmusik. Nehmen Sie die Gespräche mit ihrem Arzt auf, um sie sich
später mit Ihrer Familie gemeinsam anzuhören.
- Essen Sie einige Tage vor der Operation keine Kartoffeln, Auberginen oder auch Tomaten
mehr. Diese enthalten chemische Stoffe, die Glykoalkaloide, welche die Wirkung der
Narkosemittel verlängern. Das Erwachen wird dadurch unnötig stark verlängert.
- Sie müssen mindestens zwei Wochen vor einer Operation - nach Rücksprache mit dem Arzt
- alle pflanzlichen Heilmittel absetzen. Insbesondere Johanniskraut, Ginkgo, Ginseng,
Echinacea, Ephedra, Kava, Baldrian und
Knoblauch können Probleme bei einer Operation verursachen, vermuten die Ärzte.
Johanniskraut verlängert die Narkose. Echinacea sollten v.a. diejenigen
frühzeitig absetzen, die eine Transplantation erwarten oder eine
Leberfunktionsstörung haben. Ginkgo und Knoblauch kann Blutungen verstärken. Und Ginseng
löst manchmal bei Beginn der Narkose Herzjagen und hohen Blutdruck
(ebenfalls Ephedra) aus. Kava und Baldrian kann die Wirkung von
Beruhigungsmittel verstärken (Baldrian sollte schon Wochen vor der
Operation langsam reduziert werden.). Ein Problem dabei
ist auch, dass man meint, pflanzliche Mittel seien sowieso unschädlich und sie deshalb
auch gegenüber dem Anästhesisten verschweigt. (JAMA, Bd.286, S.208)
- Medikamente, die die Blutgerinnung beeinflussen,
müssen Sie unbedingt die angegebenen Tag vor der Operation absetzen:
ASS/Aspirin: falls 500mg täglich >> 7 Tage vorher
falls
100mg
>> 3 Tage
Indometacin >> 3 Tage
Ketoprofen >> 1 Tag
Naproxen >> 3 Tage
Piroxicam >> 11 Tage
Diclofenac >> 1 Tag
Ibuprofen >> 1 Tag
- Verwenden Sie Ihr Kassettengerät im Operationssaal und im Aufenthaltsraum, um Musik
(ev. zur Meditation) zu hören - während und nach der Operation. Lassen Sie den
Arzt in seinen Unterlagen einen entsprechenden Vermerk anbringen.
- Im Falle einer Operation bitten Sie den Chirurgen und den Narkosearzt, Ihnen positive
Dinge zu sagen, während Sie in der Narkose sind. Das einfachste wäre, Ihnen zu sagen,
dass Sie sich wohl fühlen und alles sehr gut verläuft. Bitten Sie den Chirurgen,
während der Operation mit Ihnen zu sprechen, ehrlich, aber von Hoffnung getragen, und
dass er positive Dinge wiederholen, aber negative auf jeden Fall vermeiden soll.
- Sprechen Sie mit Ihrem Körper, vor allem in der Nacht vor der Operation, regen Sie ihn
an, das Blut dem Körperteil, an dem operiert wird, zu entziehen und schnell wieder zu
heilen.
- Organisieren Sie vorher Besuche und Anrufe von Menschen, die Ihnen beistehen und Sie
lieben, die sich aber auch, wenn nötig, mit Ihnen auseinandersetzen.
- Bis zu zwei Stunden vor der Operation kann man klare Flüssigkeiten trinken. Wichtig ist
lediglich, dass man in den letzten sechs Stunden vor dem Eingriff nichts Festes isst. Viele
Patienten, die vorher etwas zu trinken bekommen, fühlen sich hinterher besser
als solche, die vollständig fasten. Oft haben sie weniger Schmerzen und erholen sich schneller.
- Wenn immer möglich, sollten Sie am Operationstag auf
das Rauchen verzichten.
- Bewegen Sie sich nach der Operation so bald wie möglich. Verlassen Sie das Krankenhaus,
um an Gruppentreffen teilzunehmen, spazieren zugehen oder ausserhalb des Krankenhauses mit
Freunden essen zu gehen.
Copyright© by Dr. med. Thomas Walser, CH-8004 Zürich
Ich möchte an dieser Stelle betonen, dass ich kein "Spezialist"
für obiges Thema bin. Es interessiert mich aber im bescheidenen Rahmen
meiner hausärztlichen Tätigkeit. Melden Sie sich nicht in der falschen
Hoffnung in meiner Sprechstunde an, um Patentrezepte zu erhalten.
Last updated 16.04.2012
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