|
Am besten hören Sie mit einem Schlag auf: Lesen
Sie dazu hier mehr!
Hilfsmittel wie Pflaster oder Pillen sind nicht nötig – sie können die
Chancen sogar verringern: Betroffene sind versucht, die Verantwortung auf
das Hilfsmittel abzuwälzen statt die Sache selber in die Hand zu nehmen. Dabei
findet der Entzug überwiegend im Kopf statt. Zu diesem Schluss kamen auch
australische Wissenschaftler. Sie analysierten 511 Rauchstopp-Studien. Das
Ergebnis: Die meisten Nikotin-Aussteiger gewöhnen sich ihr Laster ganz
ohne Unterstützung ab.
Wenn in einer Paarbeziehung beide rauchen, sollten auch beide gleichzeitig
damit aufhören. Sonst ist die Gefahr eines Rückfalls zu gross. Und: Wer
sich nach dem Rauchstopp körperlich mehr bewegt, verbessert seine
Erfolgschancen nachweislich.
Wenn der Verzicht aufs Rauchen trotzdem sehr schwer fällt: Lindern Sie Ihre Lust nach Zigaretten mit
Hilfe von Nikotinersatzpräparaten!
Wie wirken die Nikotin-Ersatzpräparate?
Nikotin im Tabakrauch macht Sie körperlich abhängig.
Nikotinentzug kann unangenehme bis qualvolle Symptome auslösen: ein intensives
Rauchverlangen, Reizbarkeit, Depression, Konzentrationsschwäche, Angst, Schlafstörungen,
usw. Diese Symptome treten innerhalb der ersten 24 Stunden nach Absetzen auf,
erreichen ihre maximale Intensität innert 24 bis 48 Stunden und klingen danach
langsam ab und verschwinden nach zehn bis dreissig Tagen.
Sobald Sie nikotinhaltige Produkte verwenden, lassen diese Entzugssymptome nach, und Sie
können leichter aufs Rauchen verzichten.
Wer benötigt diese Präparate?
- bei mehr als zehn Zigaretten täglich.
- bei einem Intervall von weniger als dreissig Minuten zwischen Erwachen und
erster Zigarette.
- beim Auftreten von Entzugserscheinungen.
Wer sollte sie nicht benützen?
- frischer Herzinfarkt (vor weniger als zwei Wochen).
- instabile Angina pectoris.
- relevante ventrikuläre Arrhythmie.
- Schwangerschaft.
Wie lange sollten sie eingenommen werden?
Studien zeigen, dass 24 Wochen viel effektiver und nachhaltiger sind
(als nur 8 Wochen):
www.globalfamilydoctor.com/search/GFDSearch.asp?itemNum=11038&ContType=JournalWatch
Wenn Sie aufs Rauchen verzichten, entgehen Sie den Krankheiten, die vom Kohlenmonoxid, den
Reizgasen und den Teerstoffen im Tabakrauch verursacht werden (siehe
ausführlich hier!). Sie nehmen aber noch das Nikotin auf, das
verantwortlich für die Suchtentwicklung, aber selbst kein Karzinogen
(krebserzeugender Stoff) ist - wirklich? Nicht so sicher! neue Erkenntnisse aus
dem National Cancer Institute weisen darauf hin, dass Nikotin selbst auf
verschiedenen Wegen das Tumorwachstum begünstigt. Das mag für den Raucher von
geringerer Bedeutung sein. Für den Hersteller und den Konsumenten von
Nikotin-Ersatzprodukten ist's eine beunruhigende Nachricht! Keine Sorge:
Nikotineratz ist allemal sicherer als das Rauchen selbst! man soll eventuell
aber die Ersatzprodukte nicht länger als 6 Monate einnehmen (Lawrence
D. Nicotine may promote tumour growth, US researchers suggest. Lancet
2003;361:146).
Mehrere nikotinhaltige Produkte stehen zur Auswahl:
- Depotpflaster (auch TTS oder Patch genannt):
Ein Passivmittel, um mit dem Rauchen aufzuhören. Diskret und einfach in der Anwendung;
die stetige Nikotinzufuhr bewahrt vor Rückfällen.
Erhältlich als 16-Stunden-Depotpflaster (wirkt 16 Stunden lang
vom Aufstehen bis zum Schlafengehen) oder als 24-Stunden-Depotpflaster (TTS).
- Kaudepot (Kaugummi):
Eine aktive Aufhörhilfe, die den Entzugssymptomen entgegenwirkt und Mund und Hände
beschäftigt..
Frei verkäuflich in Apotheken sowie auf ärztliche Verordnung.
Achtung: Kauanleitung beachten!
Kaudepots 4 mg für starke Raucher 2 mg für mittlere und schwache Raucher
- Nasenspray:
Eine aktive Aufhörhilfe, die sehr schnell wirkt und die Nikotin-Entzugssymptome rasch
lindert. Vor allem für stark abhängige Raucher bestimmt.
Verfügbar auf ärztliche Verordnung, in Form eines Dosier-Sprays zu 10 mg/ml.
- Inhaler:
Eine neue Aktiv-Aufhörhilfe zur Bekämpfung der Nikotinabhängigkeit. Die Benutzung des
Inhalers lindert das Rauchverlangen; seine Handhabung bietet Ersatz für den Griff nach
der Zigarette und das Inhalieren.
Verfügbar auf ärztliche Verordnung.
Wichtig: Nikotinhaltige Produkte zur Raucherentwöhnung sind Medikamente. Lesen Sie
bitte die Packungsbeilage!
Copyright© by Dr. med. Thomas Walser, CH-8004 Zürich
Last updated 25.11.2010
Die Auskünfte in dieser Homepage erfolgen unverbindlich und ohne rechtliche Konsequenzen zu meinem Nachteil. Eine konkrete Beurteilung ist lediglich in Kenntnis des Einzelbestandes
möglich (siehe auch Disclaimer).
|