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kontraindiziert, d.h. verboten und NICHT einnehmen!In der Schwangerschaft kontraindiziert - so steht's auf vielen Beipackzetteln. Doch es muss ja kein Medikament sein, schliesslich gibt's für kleinere Beschwerden ja gesunde und unschädliche Kräutertees! Doch der Trend zurück zur Natur hat auch seine Tücken. Von folgenden Kräutern z.B. weiss man, dass sie in der Schwangerschaft (v.a. in den ersten drei Monaten) eingenommen, abtreibend (abortiv) wirken können: Aloe ferox (Aloeharz), Angelica archangelica (Engelwurz), Bärentraubenblätter (Uva ursi), Beifuss (Artemisia vulgaris), Cascararinde (Rhamnus pursiana), Eisenkraut (Verbena off.), Faulbaumrinde (Rhamnus frangula), Liebstöckel (Levisticum officinalis), Muskatnuss (Myristica fragrans), Osterluzei (Aristolochia clematitis), Mutterkraut (Chrysanthemum parthenium), Petersilie (Petroselinum crispum), Rainfarn (Chrysanthemum vulgare), Raute (Ruta graveolens), Rhizinusöl (Ricinus communis), Rosmatinblätter (Rosmarinus officinalis), Sadebaum (Juniperus sabina), Safranfäden (Crocus sativa), Salbeiblätter (Salvia officinalis), Sennesblätter (Cassia angustifolia/acutifolia), Thuja (Schwanger auch keine Thuja-Hecke schneiden!), Wacholder (Juniperus communis), Wermutkraut (Artemisia absinthium. Meist braucht es dazu das ätherische Öl und höhere
Dosen oder mehrtägige Anwendung. Besser ist es aber alleweil diese Kräuter in der
Schwangerschaft zu meiden. Fötusschädigend sind auch: Schöllkraut (Chelidonium majus), Süssholzwurzel (Glycyrrhiza glabra), Poleiminze (Mentha pulegium), Kreuzkraut (Senecio-Arten) und Steinklee (Melilotus officinalis).
Weitere verbotene Pflanzen in der Schwangerschaft:
Es gilt bei diesen Auflistungen zu bedenken, dass Menge und Dauer der Anwendung eine entscheidende Rolle spielen. So ist beispielweise bei Salbeiblättern, Rosmarin, Bärentrauben, Petersilie und Süssholz mit einer unerwünschten Wirkung erst bei höheren Dosen zu rechnen. Eine einmalige Anwendung in der für diese Arzneipflanzen üblichen Dosierung ist daher als prinzipiell unproblematisch einzustufen. Dennoch kann im Einzelfall eine uteruskontrahierende oder fruchtschädigende Wirkung auch bei einer einmaligen Applikation nicht völlig ausgeschlossen werden. Als Regel könnte man auch formulieren: Man/frau sollte eigentlich alle Pflanzen in der Schwangerschaft nie lange Zeit einnehmen!
Ausführliches zu Pflanzliche Therapien in der Schwangerschaft hier!
Ich möchte an dieser Stelle betonen, dass ich kein "Spezialist" für obiges Thema bin. Es interessiert mich aber im bescheidenen Rahmen meiner hausärztlichen Tätigkeit. Melden Sie sich nicht in der falschen Hoffnung in meiner Sprechstunde an, um Patentrezepte zu erhalten.
Copyright© by Dr. med. Thomas Walser, CH-8004 Zürich
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