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Zwar: Bösartige Neubildungen des Hodens sind selten. Sie machen kaum l% der Tumorerkrankungen des Mannes aus, repräsentieren jedoch mit 23 Prozent der bösartigen Neubildungen das häufigste Tumorleiden bei Männern bis zu einem Alter von 45 Jahren. Die Inzidenz ist ausserdem in Europa von drei auf zwölf Erkrankte pro 100 000 männliche Einwohner gestiegen. Die Zahl der Neuerkrankungen verdoppelte sich in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Eine Ursache kann wahrscheinlich in der Veränderung von Umweltfaktoren gesehen werden.99% aller tastbaren Hodentumoren sind bösartig, aber dank neuen Therapien heute zu 80%, unabhängig vom Tumorstadium, heilbar!
SelbstuntersuchWenn Du ab heute einmal pro Monat Deine Hände aus dem Hosensack nimmst und an Deinen
Hodensack greifst, wirst Du einen wachsenden Hodentumor frühzeitig erkennen. Zudem lernst Du dabei einen
sträflich vernachlässigten Teil Deines Körpers kennen (Die Frauen sind uns auch hier
schon längst eine Brustlänge voraus!).
Die TECHNIK der Selbstuntersuchung des Hodens ist denkbar einfach: Am besten tastest Du Deine beiden Hoden nach einem warmen Bad, wenn die Hodensackmuskulatur erschlafft ist. Du nimmst den Hodensack in eine Hand, suchst jeweils einen Hoden auf und lässt ihn langsam und zart zwischen den Fingern und dem Daumen durchgleiten.
Dies solltest Du mindestens EINMAL MONATLICH tun. Ein Mindestalter für den Beginn dieser Untersuchung gibt es nicht - je jünger umso besser. Wenn Du nämlich einmal das Gefühl für die normale Hodenbeschaffenheit und -grösse bekommen hast, spürst Du leicht jeden HÖCKER, SCHWELLUNG, VERHÄRTUNG oder VERGRÖSSERUNG.
Noch etwas zur Ursache dieser Hodentumore: Kurz gesagt- man kennt sie (noch) nicht! Sicher KEINE Ursachen sind: Verletzungen, Geschlechtskrankheiten, Selbstbefriedigung oder Geschlechtsverkehr (in welcher Form auch). Allerdings solltest Du wissen, dass bei jeder Entzündung mit Hodenbeteiligung, wie beispielsweise bei Mumps, oder bei einer Hodenschwellung oder -schmerzhaftigkeit nach einem (Sport-) Unfall grundsätzlich sofort ein Arzt aufgesucht werden sollte.
Die Technik der Selbstuntersuchung des Mannes ist denkbar einfach: je einen Hoden langsam zwischen dem Daumen und den übrigen Fingern durchgleiten lassen. Bei regelmässiger Untersuchung einmal monatlich stellt sich bald ein Gefühl für die normale Hodenstruktur ein, so dass auch kleinere Schwellungen eher erkannt werden.
Copyright© by Dr. med. Thomas Walser, CH-8004 Zürich
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