rote aufgeregte Punkte im Garten

Die Larve dieser Milben (Gartenmilbe - auch Herbstmilbe, Herbstlaus, Erntemilbe, Gras- oder Heumilbe genannt) hocken als kleine rote Punkte mit sechs behaarten Beinchen in unseren Gärten, auf Gräsern und Blättern - meist in rund dreissig Zentimeter Höhe ab Boden - und lechzen nach unserem Blut.
Teilweise dicht beieinanderliegende Stiche, vor allem an Knöchel und Unterschenkel, neben Einzelstichen an Hüften und am sonstigen Körper sind die juckende Folge. 
Die Tierchen lieben regenarme, trockene, heisse Sommer, stechen also v.a. von Mai bis September. Die Stiche entwickeln sich zu Schwellungen von bis zu einem Zentimeter Durchmesser, die tagelang jucken können. 

 

 

Prophylaxe

Schlecht angelegte Komposthaufen sind ein beliebter Aufenthaltsort dieser Milben, sollten also gut bearbeitet, d.h. auch jeweils im Frühjahr verarbeitet werden. Man sollte nicht in der Mittagshitze das betroffene Gelände betreten. Haustiere (Katze, Hunde), die die Milben ins Haus bringen können, kann man mit Insektiziden (Tierarzt fragen) behandeln.
Lässt sich der Aufenthalt nicht vermeiden, Socken über lange Hosen ziehen und mit Repellentien (zum Beispiel Autan®) oder Insektiziden (Pyrethrum) besprühen. Oft genügt eine Dusche nach dem Besuch der Region, um die Milben abzuspülen, bevor sie anfangen zu stechen. Das Besprühen des Gartens mit Akariziden (chemische Milbenbekämpfungsmittel) ist ökologisch sehr bedenklich, manchmal aber die letzte Möglichkeit gegen die kleinen Beisserchen.

Wer testen will, ob sein Garten Milbenlarven aufweist, ziehe ein helles Tuch über den Rasen. Sie können es auch unter grössere Pflanzen legen, deren Zweige Sie dann kräftig schütteln. Laufen auf dem Tuch eine Menge roter, aufgeregter Punkte herum, ist der Garten ein Milbenparadies.

 

 

Therapie

Kortisonsalbe bringt wenig. Versuchen Sie es mit Kühlung: Mit Eiswürfel auf den Stichen kurz und immer mal wieder reiben. Kühlende Menthol-Cremen nehmen ebenfalls etwas den Juckreiz. Komplikationen entstehen nur sekundär durch Aufkratzen und darauffolgende Infektionen. Also gar nicht erst Kratzen... 
Diese Stiche sind im Grunde ungefährlich und vermeidbar!

 

 

Copyright© by Dr. med. Thomas Walser, CH-8004 Zürich
Last updated 23.03.2010


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